Dalton Trumbo galt in den 1940er-Jahren als einer der begnadetsten Schreiber und Hollywood-Drehbuchautoren - sein Skript zu "Fräulein Kitty" wurde für einen "Oscar" nominiert. Dann geriet er ins Visier von Senator Joseph McCarthy und dessen HUAC-Ausschuss für "unamerikanische Umtriebe" und wird als Mitglied der kommunistischen Partei auf die schwarze Liste gesetzt.

Regisseur Jay Roach erzählt in seinem Streifen von dem umstrittenen Kreativen, den Bryan Cranston ("Breaking Bad") glaubwürdig und mit viel Charisma verkörpert.

Bewegendes Leben

Der Film beginnt kurz vor den Verhören des Komitees, als Trumbo mit seiner Frau Cleo (Diane Lane) ein wahres Bilderbuchleben führt. Nach der öffentlichen Brandmarkung macht Klatschkolumnistin Hedda Hopper (Helen Mirren) mithilfe von Schauspieler John Wayne (David James Elliott) Stimmung gegen den Autor.

Trumbo muss elf Monate in Haft und darf nicht mehr arbeiten. Doch aufgeben will er nicht, unter verschiedenen Pseudonymen schreibt er weiter fleißig Drehbücher und beginnt einen Kampf gegen die amerikanische Regierung.

Schwungvoller Streifen

Roach lässt die Promiblase aus Hollywood platzen und setzt dem Ausnahmetalent Dalton Trumbo ein würdiges Denkmal, das die damaligen gesellschaftlichen sowie politischen Zustände klar nachzeichnet.

Somit wirkt "Trumbo" teilweise wie eine interessante Geschichtsstunde gemixt mit einem sensiblen Charakterdrama sowie einer humorvollen Satire auf das Studiosystem der Traumfabrik. Hauptdarsteller Bryan Cranston weiß die Figur perfekt wiederzugeben, wofür er eine "Oscar"-Nominierung erhielt.