Der junge Taugenichts verlässt die väterliche Mühle und landet nach kurzer Wanderschaft als Gärtnerbursche auf einem Schloss. Unverhofft wird er zum Zolleinnehmer ernannt, verliebt sich in eine vermeintliche Gräfin, die ihn aber nicht erhört, worauf er erneut auf Wanderschaft geht: diesmal nach Italien. Bis er aufs Schloss der Gräfin zurückkehrt und seine Geliebte zur Frau erhält, durchlebt der Taugenichts wundersame Abenteuer, die er selbst am wenigsten versteht.

Regisseur Bernhard Sinkel ("Lina Brake", "Berlinger") ist eine stilistisch ausgefeilte Adaption der spätromantischen Eichendorff-Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" gelungen. Der aufwändig ausgestattete Historienfilm deutet die schillernde Figur des Taugenichts als "Aussteiger", der sich der Eingliederung in die Gesellschaft unwillentlich aber konsequent verweigert, bis er am Ende durch ein großzügiges Geschenk zur Anpassung gebracht wird. Reizvolle Regieeinfälle machen Sinkels Ausflug in die Romantik auch zu einem visuellen Genuss.