Was passiert, wenn der unscheinbare Buchhändler von nebenan plötzlich der berühmtesten Frau der Welt die Tür aufhält? Notting Hill macht aus genau dieser Idee eine der charmantesten Liebesgeschichten des Genres. Im Mittelpunkt steht William Thacker (Hugh Grant), der in Notting Hill einen kleinen Reisebuchladen betreibt und ein eher überschaubares Leben führt. Dann taucht Filmstar Anna Scott (Julia Roberts) in seinem Laden auf.
Aus einer zufälligen Begegnung werden weitere, aus Verlegenheit wird Anziehung, und schnell prallen zwei Welten aufeinander, die kaum weiter auseinanderliegen könnten. Zwischen Presseandrang, Unsicherheit und sehr britischem Understatement erzählt der Film von zwei Menschen, die sich ineinander verlieben, obwohl eigentlich alles dagegenspricht.
Gut zu wissen
- Julia Roberts spielt in Notting Hill einen Weltstar – also sozusagen sich selbst.
- Der berühmte Satz „I’m also just a girl, standing in front of a boy, asking him to love her“ gehört bis heute zu den bekanntesten Liebesfilm-Zitaten überhaupt.
- Das Drehbuch stammt von Richard Curtis, der auch hinter Vier Hochzeiten und ein Todesfall, Tatsächlich… Liebe und Bridget Jones steckt.
Julie & Julia verknüpft zwei Geschichten, die Jahrzehnte auseinanderliegen und trotzdem erstaunlich gut zusammenpassen. Da ist Julia Child (Meryl Streep), die in Paris eher zufällig ihre Begeisterung fürs Kochen entdeckt und dann mit einer Entschlossenheit loslegt, die sofort ansteckend ist. Und da ist Julie Powell (Amy Adams), die in New York in einem Job festhängt, der sie nicht gerade mit Glück überschüttet, und beschließt, sich innerhalb eines Jahres durch alle Rezepte aus Julia Childs berühmtem Kochbuch zu kochen.
Der Film lebt davon, wie unterschiedlich diese beiden Frauen sind und wie sehr sie doch über das Kochen verbunden bleiben. Das Zerkleinern, Rühren, Abschmecken und Anrichten bekommt hier fast etwas Tröstliches. Und plötzlich will man nicht nur weitersehen, sondern am liebsten selbst sofort in der Küche stehen.
Gut zu wissen
- Meryl Streep ahmt Julia Child nicht einfach nach, sie trifft auch ihre Stimme, ihre Körperhaltung und dieses leicht überdrehte, liebevolle Temperament erstaunlich genau.
- Die Geschichte um Julie Powell basiert auf einem echten Blog, in dem sie tatsächlich alle 524 Rezepte aus Julia Childs Kochbuch nachgekocht hat.
- Wer nach dem Film plötzlich Lust auf Boeuf Bourguignon bekommt, ist nicht allein – genau dieses Gericht wurde durch Julie & Julia für viele Zuschauer zum kulinarischen Sehnsuchtsessen.
Was für ein Glück, dass es Filme wie Man lernt nie aus gibt. Ben Whittaker (Robert De Niro) ist 70, geschniegelt, höflich und nach dem Ruhestand so unterfordert, dass er ein Praktikum bei einem hippen Online-Modeunternehmen anfängt. Dort trifft er auf Gründerin Jules Ostin (Anne Hathaway), die ihren Laden mit vollem Einsatz führt, kaum schläft und zwischen Terminen, Verantwortung und Dauerstress langsam an ihre Grenzen kommt.
Hier prallen nicht einfach Generationen aufeinander, hier finden zwei Menschen zusammen, die sich auf eine stille, sehr besondere Art guttun. Der Film ist warm, witzig und erstaunlich tröstlich, weil er zeigt, dass Gelassenheit manchmal genau das ist, was im größten Chaos fehlt.
Gut zu wissen
- Robert De Niro spielt Ben mit so viel Ruhe und Charme, dass man ihm sofort jede Szene glaubt.
- Anne Hathaway orientierte sich für ihre Rolle zum Teil an echten Start-up-Gründerinnen, um Jules’ Mischung aus Energie, Perfektionismus und Erschöpfung glaubwürdig zu machen.
- Regie führte Nancy Meyers, die auch für Was das Herz begehrt, Liebe braucht keine Ferien und Was Frauen wollen verantwortlich ist.
Eine Familie, die schon im normalen Alltag kaum funktioniert, steigt in einen klapprigen gelben VW-Bus und fährt quer durchs Land zu einem Kinder-Schönheitswettbewerb. Allein diese Ausgangslage ist schon großartig, aber Little Miss Sunshine macht daraus viel mehr als eine schräge Roadmovie-Komödie. Im Bus sitzen Olive Hoover (Abigail Breslin), die mit riesiger Brille und noch größerem Ernst unbedingt bei „Little Miss Sunshine“ auftreten will, ihr überforderter Vater Richard (Greg Kinnear), ihre völlig erschöpfte Mutter Sheryl (Toni Collette), ihr schweigender Bruder Dwayne (Paul Dano), der suizidgefährdete Onkel Frank (Steve Carell) und der herrlich ungebremste Großvater Edwin (Alan Arkin).
Natürlich läuft auf dieser Reise nichts glatt. Genau darin liegt der Witz. Und genau darin steckt auch das Herz des Films. Zwischen Pannen, Streit und kompletter Überforderung wächst diese Familie auf die denkbar schönste Weise zusammen. Schräg, kaputt, liebevoll – und am Ende viel tröstlicher, als man zuerst ahnt.
Gut zu wissen
- Abigail Breslin war für ihre Rolle als Olive gerade einmal zehn Jahre alt und wurde dafür direkt für einen Oscar nominiert.
- Alan Arkin gewann für den chaotischen Großvater den Oscar als bester Nebendarsteller – obwohl er im Filmvergleich erstaunlich wenig Bildschirmzeit hat.
- Das berühmte Welttbewerbs-Finale war für viele Zuschauer der Moment, in dem aus einer cleveren Indie-Komödie endgültig ein Kultfilm wurde.
Was für ein Geschenk wäre es, peinliche Momente einfach zurückzudrehen, missglückte Abende neu zu starten oder beim ersten Kennenlernen gleich die bessere Version von sich selbst zu sein? Tim Lake (Domhnall Gleeson) erfährt von seinem Vater (Bill Nighy), dass die Männer seiner Familie durch die Zeit reisen können.
Statt daraus ein großes Spektakel zu machen, nutzt Tim diese Fähigkeit für erstaunlich alltägliche Dinge: für die Liebe, für verpatzte Begegnungen, für kleine Korrekturen im Leben. Als er Mary (Rachel McAdams) trifft, beginnt eine Geschichte, die erst wie eine charmante romantische Komödie wirkt und dann immer mehr über das Leben selbst erzählt. Über Familie, Verlust, Glück und die Frage, wie man einen gewöhnlichen Tag so lebt, als wäre er genau richtig.
Gut zu wissen
- Im Film können nur die Männer der Familie durch die Zeit reisen – eine Regel, die gleich zu Beginn festgelegt wird und die ganze Geschichte bestimmt.
- Bill Nighy gibt dem Film als Tims Vater eine ganz eigene Wärme und ist für viele einer der Gründe, warum Alles eine Frage der Zeit so lange nachwirkt.
- Obwohl der Film mit Zeitreisen spielt, bleibt das eigentliche Wunder etwas ganz anderes: dass gerade die kleinen, unspektakulären Momente mit die wichtigsten sind.
Nach einem öffentlichen Streit mit einem Restaurantkritiker geht alles schnell bergab. Zusammen mit seinem Sohn Percy (Emjay Anthony), Ex-Frau Inez (Sofía Vergara) und seinem Freund Martin (John Leguizamo) macht er sich schließlich in einem alten Foodtruck auf den Weg und kocht sich quer durch die USA. Aus Frust wird Freiheit, aus Chaos neue Nähe – und ganz nebenbei sieht jedes einzelne Sandwich in diesem Film besser aus als das letzte.
Gut zu wissen
- Jon Favreau schrieb, inszenierte und spielte die Hauptrolle selbst – Chef ist also sehr deutlich auch sein eigener Film.
- Für die Küchenszenen arbeitete Favreau mit Star-Koch Roy Choi zusammen, der den Film kulinarisch beriet und später sogar bei der Netflix-Serie The Chef Show mit ihm wieder auftauchte.
- Der Film löste bei vielen Zuschauern akuten Hunger aus und machte den Cubano-Sandwich endgültig zum heimlichen Star der Geschichte.
Ein wunderschöner Kultfilm: Amanda Woods (Cameron Diaz) aus Los Angeles und Iris Simpkins (Kate Winslet) aus England tauschen kurz vor Weihnachten ihre Wohnungen. Die eine landet in einem kleinen Cottage, das aussieht, als hätte es jemand direkt aus einer Winterfantasie gebaut, die andere in einer Villa mitten in Hollywood. Natürlich bleibt es nicht bei neuem Umfeld und frischer Luft. Iris trifft auf den charmanten Filmkomponisten Miles (Jack Black), Amanda auf Iris’ Bruder Graham (Jude Law), der mit zerzausten Haaren und sehr britischem Charme ziemlich schnell alles durcheinanderbringt.
Gut zu wissen
- Das kleine Cottage von Iris wurde nicht irgendwo gefunden, sondern eigens für den Film gebaut – und wurde danach zu einer der bekanntesten Filmhäuser-Romanzen überhaupt.
- Jack Black wirkt hier auf den ersten Blick wie die überraschendste Besetzung und ist am Ende genau der Grund, warum die Geschichte von Iris so gut aufgeht.
- Regie führte Nancy Meyers, sie spickt den Film mit klugen Dialogen und dem sehr seltenen Talent, selbst Trennungsschmerz gemütlich aussehen zu lassen.
Midnight in Paris ist genau der richtige Film für alle, die sich gern in Städte, Stimmungen und schöne Gedanken verlieren. Im Mittelpunkt steht Gil Pender (Owen Wilson), ein Hollywood-Autor, der in Paris eigentlich an seinem Roman schreiben will, sich aber zunehmend in der eigenen Unzufriedenheit verfängt. Seine Verlobte Inez (Rachel McAdams) kann mit seinen Träumereien wenig anfangen, dafür zieht ihn die Stadt umso stärker in ihren Bann. Als Gil eines Nachts wie von selbst im Paris der 1920er Jahre landet, begegnet er dort Künstlern, Schriftstellern und einer Welt, die auf einmal viel verlockender wirkt als sein echtes Leben.
Gut zu wissen
- Im Film tauchen echte Größen der 1920er Jahre auf, darunter Ernest Hemingway, F. Scott Fitzgerald, Gertrude Stein und Salvador Dalí.
- Marion Cotillard spielt mit Adriana genau die Art von Figur, die perfekt in dieses verklärte Paris passt – elegant, klug und ein bisschen unerreichbar.
- Midnight in Paris stammt aus der Feder von Woody Allen, der auch Regie führte.
Manchmal ist das alte Leben nicht plötzlich falsch, sondern einfach irgendwann nicht mehr das richtige. Nach der Trennung von ihrem Mann und einer Phase, in der innerlich nicht mehr viel zusammenpasst, steigt Liz Gilbert (Julia Roberts) aus ihrem Alltag aus und reist nach Italien, Indien und Bali. In Italien geht es ums Genießen, ums Essen, ums Wiederankommen im eigenen Körper.
In Indien sucht sie Ruhe, Disziplin und irgendeine Form von innerer Ordnung. Auf Bali trifft sie schließlich auf Felipe (Javier Bardem), der mit seiner entspannten, warmen Art genau dann in ihr Leben kommt, als sie eigentlich aufgehört hat, nach irgendetwas zu suchen.
Gut zu wissen
- Die Geschichte basiert auf dem autobiografischen Bestseller von Elizabeth Gilbert, die diese Reise tatsächlich unternommen hat.
- Julia Roberts war nicht nur die Hauptdarstellerin, sondern auch als Produzentin.
- Gedreht wurde tatsächlich an den Stationen der Reise: in New York, Rom und Neapel, in Indien sowie auf Bali. Gerade dieser echte Ortswechsel macht den Film so reiselustig und opulent.
Der 200 Jahre Mann erzählt von Andrew (Robin Williams), einem Haushaltsroboter, der bei der Familie Martin landet und dort nach und nach etwas entwickelt, das eigentlich gar nicht vorgesehen ist: Persönlichkeit, Gefühle, eigenen Willen. Aus einem perfekt funktionierenden Diener wird jemand, der Fragen stellt, Entscheidungen trifft und immer stärker verstehen will, was ein menschliches Leben eigentlich ausmacht.
Besonders seine Verbindung zu Little Miss und später Portia (Embeth Davidtz) gibt der Geschichte ihr Herz. Der Film wird von Jahr zu Jahr stiller, wärmer und erstaunlich berührend, weil Andrew nicht nur lernen will, wie Menschen leben, sondern irgendwann auch, wie sie lieben.
Gut zu wissen
- Robin Williams spielt Andrew ganz ohne das übliche Robin-Williams-Feuerwerk und macht gerade deshalb so viel aus der Rolle.
- Die Geschichte basiert auf einer Vorlage von Isaac Asimov, der zu den wichtigsten Science-Fiction-Autoren überhaupt gehört.
- Der Roboterfilm bedient nicht den aktuellen KI-Hype, er stammt aus der Zeit vor dieser Entwicklung.
Im Mittelpunkt steht Gretta (Keira Knightley), die nach einer Trennung und einer ziemlichen Ernüchterung plötzlich allein dasteht, obwohl eigentlich ein gemeinsamer Neuanfang geplant war. Als der abgehalfterte Musikproduzent Dan (Mark Ruffalo) sie singen hört, erkennt er etwas, das sonst gerade niemand sieht.
Aus dieser Begegnung entsteht kein klassisches Erfolgsdrama, sondern eine leise, kluge Geschichte über zweite Chancen, Kreativität und das schöne Gefühl, dass aus dem größten Durcheinander manchmal doch noch etwas Gutes werden kann. Dazu kommt Dave (Adam Levine), dessen Karriere ganz anders verläuft als die von Gretta.
Gut zu wissen
- Keira Knightley singt im Film selbst – obwohl sie vor Begin Again kaum als Sängerin bekannt war.
- Adam Levine, Frontmann von Maroon 5, gab hier sein Filmdebüt und spielt ausgerechnet einen Musiker, der mit wachsendem Erfolg immer schwieriger wird.
- Die Songs stammen von Gregg Alexander von den New Radicals.
Enden wir mit einem absoluten Wohlfühl-Klassiker der Filmgeschichte. Frühstück bei Tiffany hat dieses ganz besondere Etwas, das nur wenige Filme mitbringen: Eleganz, Melancholie und Leichtigkeit zur gleichen Zeit. Im Mittelpunkt steht Holly Golightly (Audrey Hepburn), die in New York ein Leben führt, das von außen glamourös wirkt und darunter doch erstaunlich fragil ist. In das Apartmenthaus nebenan zieht Paul Varjak (George Peppard), ein Schriftsteller, der schnell von Hollys Charme, ihrer Unberechenbarkeit und dieser schwer greifbaren Mischung aus Witz und Traurigkeit angezogen wird.
Zwischen nächtlichen Gesprächen, kleinen Fluchten und der Sehnsucht nach einem anderen Leben entsteht eine Liebesgeschichte, die nicht laut werden muss, um zu bleiben. Und natürlich gibt es kaum einen Film, der New York schöner, sehnsüchtiger und filmischer aussehen lässt.
Gut zu wissen
- Audrey Hepburn machte Holly Golightly mit dem ikonischen "kleinen Schwarzen", Hochsteckfrisur und Zigarettenspitze zu einer der stilprägenden Figuren der Filmgeschichte.
- Das Lied „Moon River“ wurde eigens für den Film geschrieben und ist bis heute untrennbar mit ihm verbunden.
- Die berühmte Eingangsszene vor Tiffany’s entstand früh am Morgen auf der Fifth Avenue, damit die Straßen von Manhattan für einen kurzen Moment wirklich leer waren.