Thor: Tag der Entscheidung

  • Da sind die Haare noch dran: Thor (Chris Hemsworth) hat mal wieder ein Monster besiegt. Vergrößern
    Da sind die Haare noch dran: Thor (Chris Hemsworth) hat mal wieder ein Monster besiegt.
    Fotoquelle: ProSieben / Marvel Studios 2017 / Jasin Boland
  • Die Walküre (Tessa Thompson) verbündet sich mit dem frisch frisierten Thor (Chris Hemsworth) - nicht nur auf dem Schlachtfeld. Vergrößern
    Die Walküre (Tessa Thompson) verbündet sich mit dem frisch frisierten Thor (Chris Hemsworth) - nicht nur auf dem Schlachtfeld.
    Fotoquelle: ProSieben / Marvel Studios 2017 / Jasin Boland
  • Totgesagte leben länger: Loki (Tim Hiddleston, rechts, mit Chris Hemsworth) ist im Vorgängerfilm doch nicht gestorben und trickst sich wieder durch fiese Spielchen. Vergrößern
    Totgesagte leben länger: Loki (Tim Hiddleston, rechts, mit Chris Hemsworth) ist im Vorgängerfilm doch nicht gestorben und trickst sich wieder durch fiese Spielchen.
    Fotoquelle: ProSieben / Marvel Studios 2017
  • Nicht nur ihre Augenringe sind düster: Hela (Cate Blanchett) will Asgard und alle anderen Welten vernichten. Vergrößern
    Nicht nur ihre Augenringe sind düster: Hela (Cate Blanchett) will Asgard und alle anderen Welten vernichten.
    Fotoquelle: ProSieben / Marvel Studios 2017
  • Eine Frau, die nicht beschützt werden muss: Die letzte Walküre (Tessa Thompson, mit Chris Hemsworth, links, und Mark Ruffalo) weiß, wo der Hammer hängt. Vergrößern
    Eine Frau, die nicht beschützt werden muss: Die letzte Walküre (Tessa Thompson, mit Chris Hemsworth, links, und Mark Ruffalo) weiß, wo der Hammer hängt.
    Fotoquelle: ProSieben / Marvel Studios 2017 / Jasin Boland
  • Als Herrscher des Müllplaneten Sakaar kann sich der Grandmaster (Jeff Goldblum, zweiter von rechts) ein paar exzentrische Eigenheiten erlauben. Vergrößern
    Als Herrscher des Müllplaneten Sakaar kann sich der Grandmaster (Jeff Goldblum, zweiter von rechts) ein paar exzentrische Eigenheiten erlauben.
    Fotoquelle: ProSieben / Marvel Studios 2017 / Jasin Boland
  • Wiedervereinigung: Bruce Banner (Mark Ruffalo, Bild) wird von Thor (Chris Hemsworth) aus seinem Dauerwutzustand befreit und ist erstmals seit zwei Jahren nicht mehr der Hulk. Vergrößern
    Wiedervereinigung: Bruce Banner (Mark Ruffalo, Bild) wird von Thor (Chris Hemsworth) aus seinem Dauerwutzustand befreit und ist erstmals seit zwei Jahren nicht mehr der Hulk.
    Fotoquelle: ProSieben / Marvel Studios 2017
  • Der allsehende und allhörende Heimdall wird von dem britischen Schauspieler Idris Elba verkörpert. Vergrößern
    Der allsehende und allhörende Heimdall wird von dem britischen Schauspieler Idris Elba verkörpert.
    Fotoquelle: ProSieben / Marvel Studios 2017 / Jasin Boland
  • Bevor die Welt untergeht, versammelt Marvel schnell nochmal alle verfügbaren Superhelden rund um Thor (Chris Hemsworth, links) und Loki (Tom Hiddleston): Die machen in "Thor: Tag der Entscheidung" vor allem Witze. Vergrößern
    Bevor die Welt untergeht, versammelt Marvel schnell nochmal alle verfügbaren Superhelden rund um Thor (Chris Hemsworth, links) und Loki (Tom Hiddleston): Die machen in "Thor: Tag der Entscheidung" vor allem Witze.
    Fotoquelle: ProSieben / Marvel Studios 2017 / Jasin Boland
Spielfilm, Actionfilm
Eine Lachnummer von Untergang
Von Andreas Fischer

Infos
Originaltitel
Thor: Ragnarok
Produktionsland
USA
Produktionsdatum
2017
Altersfreigabe
12+
Kinostart
Di., 31. Oktober 2017
ProSieben
So., 27.09.
20:15 - 22:55


In Teil drei der Marvel-Saga, "Thor: Tag der Entscheidung", wird der frisch frisierte Donnergott zum Komiker und die Götterdämmerung zur Lachnummer.

Auch wenn Odins Palast in Asgard in erhabenem Gold leuchtet, der Glanz in der Götterwelt hatte immer etwas Schummriges in Marvels Kinouniversum. Düster war es in Kenneth Branaghs erstem "Thor"-Film (2011), der Nachfolger "Thor – The Dark Kingdom" (2013, Regie: Alan Taylor) trug die Finsternis im Titel. Nun schwingt Odins Sohn also zum dritten Mal den Hammer: "Thor – Tag der Entscheidung" (2017) heißt er in Deutschland, was ein wenig unglücklich ist. Das Original firmiert unter "Thor: Ragnarok": Ragnarök ist die Götterdämmerung der nordischen Mythologie. Es geht also ans Eingemachte. Und dann das: keine Spur von Dunkelheit. Der Film, den der Neuseeländer Taika Waititi inszenierte und den ProSieben nun erstmals im Free-TV zeigt, ist knallbunt, überall lauert eine Pointe. Kann das gut gehen?

Es ist schon auffällig, dass Marvel seine Superhelden neuerdings alle in den Quatsch Comedy Club schickt. Das mag bei "Guardians Of The Galaxy" und "Deadpool" der passende Modus Operandi sein. Aber dass Thor (Chris Hemsworth) zum Komiker wird? Der mächtige Beschützer der neun Welten? Der immer etwas steife Donnergott mit den unbeschreiblichen Muskelbergen und den langen Haaren? Das ist doch ein ernsthafter Kerl und so herrlich altmodisch.

Okay, die Sache mit den langen Haaren hat sich im Film recht schnell erledigt, Thor kriegt eine moderne Frisur verpasst. Unfreiwillig, der neue Haarschnitt hat also nichts damit zu tun, dass er sich mit der Wissenschaftlerin Jane Foster auseinandergelebt hat. Das Ende der Liebe liegt vor allem daran, dass Schauspielerin Natalie Portman dem Vernehmen nach keine Lust mehr hatte, eine Frau zu spielen, die immer wieder gerettet werden muss.

Wiedersehensparty mit Hulk

Thor bleibt freilich nicht lange allein. Auf dem Müllplaneten Sakaar findet er eine neue Liebe: Die letzte Walküre (Tessa Thompson) braucht nun wirklich keinen Beschützer. Immerhin bändigt sie einen alten Bekannten Thors: Der wird in der quietschigen Welt vom Grandmaster (Jeff Goldblum) als Gladiator zwangsverpflichtet. Sein Gegner: der unglaubliche Hulk (Mark Ruffalo), den es vor einigen Jahren und nach den Ereignissen von "The Avengers: Age Of Ultron" an den Rand des Universums verschlagen hatte.

Dass Thor und Hulk eine Wiedersehensparty feiern können, verdanken sie Hela (Cate Blanchett). Thors große Schwester, übrigens die erste weibliche Oberschurkin in einem Marvel-Film, hat sich aus der Verbannung befreit und will an alte blutrünstige Glanzzeiten anknüpfen: Die Göttin der Toten hatte einst mit ihrem Vater Odin (Anthony Hopkins) die neun Welten erobert, bevor sich Papa entschloss, ein gutmütiger Allvater zu werden.

Nun plant die rachsüchtige Hela den Untergang aller Welten und knöpft sich erst mal Asgard vor. Das ist nicht besonders schwierig, weil Loki (Tom Hiddleston) seinen Tod im Vorgängerfilm nur vorgetäuscht hatte, Odin (Anthony Hopkins) in ein New Yorker Altersheim abschob und als neuer Herrscher dem Lotterleben frönt.

Ein Comictrip, der düsteren Zeiten mit kunterbuntem Hedonismus begegnet

Wenn man's genau nimmt, wimmelt es in "Thor: Tag der Entscheidung" nur so vor gestrandeten, gebrochenen, enttäuschten Gestalten. Ihr emotionales Potenzial aber wird geflissentlich ignoriert: zugunsten des nächsten Einzeilers. Es ist ziemlich ernüchternd, dass im Marvel-Universum auch so etwas wie eine kreative Götterdämmerung einsetzt. Es wird immer witziger, immer lauter, immer actionreicher. Der Overkill an Pointen und Action jedoch kann fehlende Ideen, fehlenden Mut nicht verbergen.

So geht es also mit Höchstgeschwindigkeit von Gag zu Gag. Das ist ziemlich einfältig, dennoch unterhaltsam. Zwei Stunden vergehen im Fluge, wenn man sich zurücklehnt, alle zwei Minuten auf die Schenkel klopft und "Thor: Tag der Entscheidung" als das genießt, was der Film ist: ein Comictrip, der düsteren Zeiten mit kunterbuntem Hedonismus begegnet. Das muss auch mal erlaubt sein. Auch wenn am Ende nichts nachhallt.

Thor: Tag der Entscheidung – So. 27.09. – ProSieben: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Thor 3: Tag der Entscheidung" finden Sie hier.


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Der Trailer zu "Thor 3: Tag der Entscheidung"

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