Traumfrauen
22.06.2020 • 20:15 - 22:15 Uhr
Spielfilm, Komödie
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Traumfrauen
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2015
Altersfreigabe
12+
Kinostart
Do., 19. Februar 2015
Spielfilm, Komödie

Her mit den Kerlen!

Von Andreas Günther

Drei Aufreißerinnen drehen auf: Enttäuscht von männlicher Untreue, interessiert die "Traumfrauen" nur noch die schnelle Nummer ... Oder kommt doch mal der Richtige?

Der richtige Aufriss will trainiert werden: Weil Typ A ihr Liebeskummer bereitet hat, soll sich Leni Reimann an der nächsten Supermarktkasse Typ B angeln und schnellstmöglich mit ihm tanzen gehen – um in der entsprechenden Lokalität sogleich die Leine nach Typ C auszuwerfen. Nicht nur Hannah Herzsprungs eigentlich monogame Leni betritt als eine der "Traumfrauen" Neuland, sondern auch Regisseurin Anika Decker. Die Autorin der Kino-Hits "Keinohrhasen", "Zweiohrküken" und "Rubbeldiekatz" inszenierte 2015 erstmals eine Komödie aus eigener Feder. Sie kann bei ihrem Regiedebüt, das SAT.1 nun zur Primetime wiederholt, auf ein breit aufgestelltes Star-Ensemble zählen – und auf eine schwungvoll klingende Story.

Café-Besitzerin Leni dachte, sie hätte ihr Liebesleben in trockenen Tüchern. Aber der Plan, mit ihrem langjährigen Lebensgefährten Philipp (Dejan Bucin) zusammenzuziehen, verpufft beim Skypen, als sie ihn beim Fremdgehen erwischt. Damit sie nicht auf der Straße sitzt, weil sie die eigene Wohnung gerade gekündigt hat, kommt Leni bei ihrer Schwester Hannah (Karoline Herfurth) und deren bester Freundin Vivienne (Palina Rojinski) unter.

Besonders Vivi nimmt sich der in Liebeskummer zerfließenden Leni an. Sie setzt sie konsequent auf One-Night-Stands an, um die Enttäuschung über Philipp abzuarbeiten. Was nicht heißen soll, dass Vivi oder Hannah mit ihrem eigenen Liebesleben so recht zufrieden wären, vom Frust am Arbeitsplatz ganz zu schweigen. Auch Lenis und Hannahs Mutter Margaux (Iris Berben), frisch verlassen von ihrem Mann Carl (Friedrich von Thun), will neu mit Männermaterial versorgt sein.

Zusammenhanglose Episoden im fikitiven Berlin

Ihrem abenteuerlustigen Anspruch werden die "Traumfrauen" jedoch kaum gerecht. Bei "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken" hatte es Anita Decker mit ihren Drehbüchern geschafft, trotz obszöner Schlüpfrigkeiten einen realitätsnahen, desillusionierten Blick auf die Beziehungen zwischen Frauen und Männern zu werfen. Ihr Regiedebüt hingegen spielt in einem zusammenfantasierten Berlin, in dem Anwältinnen in Top-Kanzleien nichts zu verdienen scheinen und Habenichtse Mercedes Coupé fahren. Zudem überfrachtet sie die Story mit Bedeutung, alles soll ganz lustig und zugleich ganz ernst wirken. Doch oft wirkt das einfach nur steif.

Traumfrauen – Mo. 22.06. – SAT.1: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Der Trailer zu "Traumfrauen"

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