Mit "Tierärztin Dr. Mertens" kehrt eine der erfolgreichsten Old-School-Serien ins ARD-Fernsehen zurück. Das Ensemble um die namensgebende Leipziger Zoo-Medizinerin (Elisabeth Lanz) muss sich neuen Herausforderungen stellen: Es regnet tote Vögel vom Himmel, privat herrscht hingegen Dürre.

Mehr als drei Jahre ist es her, dass die fünfte Staffel der Zoo-Familien-Serie "Tierärztin Dr. Mertens" ausgestrahlt wurde. An schwachen Quoten dürfte die lange Pause nicht gelegen haben. Auch wenn frühere Traumergebnisse von über sechs Millionen Leipziger Zoobesuchern via Mattscheibe nicht mehr zustandekamen – 2016 schalteten im Schnitt immer noch 4,7 Millionen Menschen ein, als die empathische Susanne Mertens (Elisabeth Lanz) die Tiere des Zoos oder ihr Privatleben verarztete. Nun starten 13 neue Folgen auf dem umkämpften Programmplatz für wöchentliche Serien am Dienstagabend im Ersten. Gleich zu Beginn stellt man fest: Trotz der wesensstabilen, ja oft langsamen Machart des Programms hat sich seit den frühen Tagen mit neuer Liebe, Kinderwunsch und idealistischen Veterinär-Ideen eine Menge verändert.

Auch wenn Susanne mit ihrem Ex-Lebensgefährten Christoph Lentz (Sven Martinek) ein gutes Verhältnis hat, ihre Zeiten als Paar sind wohl endgültig passé. Oder doch nicht? Immerhin scheinen Dates mit anderen Partnern in spe bei beiden anfangs nicht so recht zu klappen. Groß geworden sind auch die Patchwork-Kinder der Lebensabschnittsgefährten: Christophs Tochter Rebecca Lentz (Janina Stopper) fängt als Tierärztin in Ausbildung im Leipziger Zoo an, während Susannes Sohn Jonas (Lennart Betzgen) in Chemnitz Polizist werden will. Selbst Luisa (Deborah Schneidermann), die 15-jährige Pflegetochter von Susanne und Christoph, wird bereits flügge. Von einem England-Aufenthalt bringt sie nicht nur eine neue Liebe für die britische Sprache, sondern auch eine Fernbeziehung mit.

Und im Zoo? Da läuft alles wie immer – im Rhythmus des ständigen Wechsels von Zoodirektoren (auf Ralph Herforth folgt in dieser Staffel Dennenesch Zoudé) und der jeweils in 45 Minuten zu lösenden Rätsel um die Erkrankung von Tieren. Zum Auftakt fallen tote Vögel vom Himmel, was in Leipzig die Panik einer Geflügelpest aufkommen lässt. Dazu wirft ein kranker Vierbeiner die Frage auf, wie viel Zeit und Geld in die Behandlung älterer Zootiere fließen soll. Dr. Mertens ertappt sich dabei, dass sie gegenüber ihrem jüngeren Spiegelbild, der idealistischen Jungärztin Karoline, schon ziemlich abgeklärt an solche Fragen herangeht.

Medizinisch ausgefuchste Tiererkrankungen, Ränkespiele im Zoo und ein Privatleben in ständiger Bewegung: Die Zutaten des ARD-Dauerbrenners, einer der letzten "klassischen" Familienserien in der Primetime des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, bleiben unverändert. Die (vielen) Fans wird's freuen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst