Dreharbeiten zu "Rust"

Mitarbeiter verklagt Alec Baldwin nach tödlichem Schuss am Set

Der Chefbeleuchter beim Dreh zu "Rust" hat Hauptdarsteller und Produzent Alec Baldwin verklagt. Baldwin hatte während der Dreharbeiten einen Schuss abgegeben und die Kamerafrau getötet. Es hätte am Set keine scharfe Munition geben dürfen, sagt nun der Mitarbeiter.

Drei Wochen nach dem tödlichen Schuss an einem Filmset hat nun ein Mitarbeiter den Schauspieler Alec Baldwin verklagt. Der 63-Jährige hatte bei dem tragischen Vorfall während des Drehs zum Western "Rust" wohl versehentlich die Kamerafrau Halyna Hutchins erschossen. Der Chefbeleuchter Serge Svetnoy, der nun die Klage einreichte, wirft Hauptdarsteller und Produzent Baldwin sowie weiteren Beklagten Fahrlässigkeit vor. Er habe schwere seelische Schäden erlitten, erklärte Svetnoy in der beim Gericht in Los Angeles eingereichten Klageschrift, die unter anderem vom US-Portal "Variety" zitiert wird.

Hutchins sei durch "durch fahrlässige Handlungen und Unterlassungen" gestorben, hieß es weiter. Auch Svetnoy habe die Kugel nur knapp verfehlt. Als sie starb, habe er den Kopf der Kamerafrau gehalten. Er sei mit ihr befreundet gewesen, so Svetnoy. Baldwin sowie der Regieassistent David Halls und die Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed hätten die Regeln im Umgang mit Waffen nicht befolgt. Sie hätten es zugelassen, "dass ein Revolver mit scharfer Munition auf lebende Personen gerichtet wurde«, so die Klageschrift. Es hätte am Set niemals scharfe Munition geben dürfen, sagte Svetnoys Anwalt Gary Dordick auf einer Pressekonferenz.

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Der tödliche Zwischenfall hatte sich Ende Oktober ereignet, Baldwin hatte mit einer Waffe, die ihm als sicher übergeben wurde, einen Schuss abgefeuert und damit Hutchins sowie den Regisseur des Films, Joel Souza, verletzt; Hutchins erlag ihren Verletzungen. Nach dem Vorfall war eine Diskussion um die Verwendung von Waffen bei Dreharbeiten entbrannt. Üblicherweise ist ein Waffenmeister für die Sicherheit der Waffen am Filmset zuständig. Wie es zu dem tragischen Ereignis kam, klärt die Polizei noch immer in ihren andauernden Untersuchungen.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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