Minh-Khai Phan-Thi als Ermittlerin in "Nachtschicht"
Fotoquelle: ZDF/Stephan Persch

Minh-Khai Phan-Thi

Lesermeinung
Geboren
19.02.1974 in Darmstadt, Deutschland
Alter
47 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Minh-Khai empfiehlt M4. Das ist knusprige Ente auf Gemüse. Vietnamesisch: Vit quay. Der Himmel über München ist blau-weiß - wie sonst! Und Minh-Khais Mutter, Chefin des Restaurants "Ha Long" in Schwabing und promovierte Chemikerin, streicht ihrer Tochter eine schwarze Strähne aus dem Gesicht. Sie werde in die Stadt fahren. Sagt's und küsst Minh-Khai. Sie sitzt im Biergarten des "Ha Long" und trinkt einen Ananas-Saft, der in der Sonne gelb glitzert. Modisch pink leuchtet ihr (Hunde)halsband. Minh-Khai sieht zwar noch so aus wie das Viva-Girlie, das sie bis 1998 war, aber sie ist es eben nicht mehr.

Ein Jahr hat sie danach pausiert. Nicht, weil man sie nicht mehr wollte, sondern weil die Angebote einfach zu schlecht waren. "Mir hat das Jahr echt gut getan", sagt Minh-Khai, "obwohl ich teilweise gezweifelt habe, jemals wieder zu arbeiten. Nicht weil ich nicht mehr präsent bin, sondern weil man denkt, nach dem achten schlechten Angebot muss das neunte auch schlecht werden." Irgendwann ist ihr dann das Geld ausgegangen. Sie gab nichts mehr für Schnickschnack aus und moderierte wieder. "Dabei hatte ich mir so vorgenommen, nicht schwach zu werden und zu moderieren."

Die Zeit der Abstinenz. Fräulein Phan-Thi, das ist ihr Familienname, brachte sie so herum: ein wenig Talkshow-PR. Fünf Mal war sie bei Schmidt, einmal bei einem, der Koschwitz hieß, bei Bio, Willemsen und di Lorenzo. Nun war Kerner dran. "Ich bin nur unter der Voraussetzung zu Kerner gegangen, dass gute Talkgäste dabei sind." Erst nachdem sie hörte, dass sie zwischen Rudolf Scharping und Ulrich Wickert sitzen würde, sagte sie, nein, nicht ab, sondern zu. "Ich bin sehr wählerisch. Ich frage vorher immer, wer noch dabei ist." Der einzige, der jedesmal einen Korb bekam, ist Reinhold Beckmann. Außerdem schrieb Minh-Khai ein Buch, "Zu Hause sein - Mein Leben in Deutschland und Vietnam". "Du begibst dich als Prominenter auf Glatteis, weil es ein Fach ist, das niemand von dir erwartet. Das kann total schnell nach hinten losgehen."

Sehenswert war auch ihre Reportage "Mein Vietnam - Land und kein Krieg": Vier Menschen in Saigon stehen im Mittelpunkt stehen, den Dokumentarfilm realisierte Minh-Khai 2000/2001. "Ein Deutscher, der dort seit sechs Jahren lebt und eine Event-Firma führt, meine Tante, ein Model und ein Stylist, der seine Homosexualität dort ganz offen auslebt." Minh-Khai, die alle Vietnamkriegs-Filme aus Hollywood boykottiert, geht es vor allem um einen Einblick in die Gesellschaft: "Man hört immer nur vom Vietnam-Krieg und vom Tourismus. Meine Mission ist es, zu zeigen, wie Vietnam auch ist."

Die Zeit der Abstinenz ist vorbei, und Minh-Khai wird wieder zur öffentlichen Frau, wie sie dies schon einmal war. Ihre Fernsehkarriere begann sie bereits mit 20 Jahren, als sie die Kindersendung "Hugo" moderierte. 1995 folgten bei Viva die Sendungen "Interaktiv" und das Reisemagazin "World-Tour". Das "Viva-Gesicht" prägte den Sender bis Ende 1998 mit den Shows "Minh-Khais Music Box" und auf Viva 2 mit "Minh-Khai & Friends". Vereinzelt sah man sie auch in Serien-Gastrollen ("Balko", 1995; "First Love - Die große Liebe", 1997) und in einigen TV-Filmen wie "Gehetzt - Der Tod im Sucher" (1997) und "Jagdsaison" (1997). Die Hauptrolle spielte sie übrigens 1999 in Norbert Keils Horror-Kurzfilm "Viergeteilt im Morgengrauen" (1999), eine kleine Gastrolle hatte sie in Leander Haußmanns Komödie "Sonnenallee" (1999), in Lars Beckers Thriller "Rette deine Haut!" (2000), in der Liebeskomödie "Herz oder Knete" und in "99euro-films" (beide 2001).

Seit 2003 gehört die attraktive Darstellerin zum Cast der erfolgreichen Krimireihe "Nachtschicht", in der sie eine Ermittlerin verkörpert. Die einzelnen Folgen: "Nachtschicht - Amok!" (2003), "Nachtschicht - Vatertag" (2004), "Nachtschicht - Tod im Supermarkt" (2005), "Nachtschicht - Der Ausbruch" (2006), "Nachtschicht - Ich habe Angst" (2008), "Nachtschicht - Blutige Stadt", "Nachtschicht - Wir sind die Polizei" (beide 2009), "Nachtschicht - Das tote Mädchen", "Nachtschicht - Ein Mord zu viel" (beide 2010), "Nachtschicht - Reise in den Tod" (2011), "Nachtschicht - Geld regiert die Welt" (2012). Des weiteren stand sie 2006 für den Krimi "Ein starkes Team - Stumme Wut" vor der Kamera, 2007 folgte der Episodenfilm "GG 19" und 2011 ein Auftritt in dem Krimi "Polizeiruf 110 - Die verlorene Tochter". Weitere Filme mit Minh-Khai: "Männer ticken, Frauen anders" (2011), "Und morgen Mittag bin ich tot" (2013).

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