Oona Devi Liebich zwischen Robert Stadlober (l.) und Tom Schilling in "Crazy".
Fotoquelle: Constantin

Oona Devi Liebich

Lesermeinung
Geboren
12.02.1984 in Leipzig, Deutschland
Alter
38 Jahre
Sternzeichen
Biografie
Als Internatsschülerin Maren verdrehte sie in Hans-Christian Schmids Erfolgskomödie "Crazy" (2000) nicht nur Robert Stadlober und Tom Schilling den Kopf, sondern auch jugendlichen Kinobesuchern, die sich auf Anhieb in die attraktive Darstellerin verguckten: Oona Devi Liebich. Ihr Vorname kommt aus dem Indischen und bedeutet soviel wie "Göttin", ein Name, den ihre Mutter wählte, als sie ihre kleine Tochter in der damaligen DDR nicht "Unna" nennen durfte. Entdeckt wurde "Oona", wie sie von ihren Freunden gerufen wird, auf dem Schulhof. Dort hatten sich die Cast-Agenten umgesehen, um Schmids Regiearbeit mit unverbrauchten Darsteller-Gesichtern zu besetzen.

Der Erfolg gab den Filmemachern und den Jungdarstellern Recht: "Crazy" war ein Hit in den Kinos und die Protagonisten wurden über Nacht bekannt. Aber während sich Robert Stadlober sofort in seine nächsten Filmprojekte stürzte, war bei Oona erst einmal Schluss mit lustig, denn ihre Schulausbildung ging vor. Allerdings sah man sie schon in kleineren Nebenrollen in den "Tatort"-Episoden "Tatort - Tot bist du!" (2001) und "Undercover" (2002). Ebenfalls ein Krimi war "Der Bulle von Tölz - Tod nach der Disco" (2002), in dem sie an der Seite von Ottfried Fischer ein junges Mädchen gab, dessen beste Freundin einem Verbrechen zum Opfer fällt. Nach einer Episodenrolle in der Anwaltsserie "Edel & Starck" (2002, "Kann denn Liebe Sünde sein") spielte sie auch in "Der Fluch des letzten Königs", eine Folge der Krimiserie "Der letzte Zeuge" (2002). Ganz witzig - wenn auch nicht gerade einfallsreich - war die Komödie "Liebling, bring die Hühner ins Bett" (2002), die Oona an der Seite von Barbara Rudnik und Axel Milberg zeigte, während sie in dem überzeugenden Kinodrama "Paule und Julia" (2002) eine 18-jährige verkörperte, die sich in einen viel jüngeren Kleinkriminellen verliebt. Für diese Rolle liess Oona sogar ihr Abitur sausen.

Weitere Rollen in Serien wie "SOKO Leipzig" (2003, "Engel der Nacht"), "SK Kölsch" (2003, "Falsche Hoffnungen") und in den Kurzfilm "Anemonenherz" und "Faites vos Jeux - Mach dein Spiel" (beide 2003) folgten, bevor Oona in Klaus Knoesels etwas dämlicher Komödie "Endlich Sex!" (2003) an der Seite von Jasmin Schwiers vor der Kamera stand. Nicht viel besser war auch der Actionthrilller "Hai-Alarm auf Mallorca" (2003), während Thomas Bohns Politdrama "Das Kommando" (2004) ein politisch überaus unkorrektes, aber durchaus vorstellbares Szenario entwickelte. Klasse war auch Rainer Matsutanis Kriminalfilm "Damals warst du still" mit Mariele Millowitsch, in dem Oona die Filmtochter des sichtlich aufgedunsenen Helmut Berger verkörperte, und in der Krimiserie "Wilde Engel" (Episode "Auf die Plätze, fertig ... tot") spielte sie eine Fechterin, deren Degenspitze abbricht, ihre Fechtpartnerin tödlich verletzt und dann selbst in Verdacht gerät, eine lästige Konkurrentin aus dem Weg geräumt zu haben. Dagegen war die sehenswerte Komödie "Das Leben der Philosophen" ein überbordender Trip in die Untiefen des Mensa-Bafög-Archipels.

Weitere Filme und Serien mit Oona Devi Liebich: "Tatort - Requiem" (2005), "Tatort - Schlaflos in Weimar", "Unser Charly" (Serie, beide 2006), "Das große Hobeditzn", "Kein Bund fürs Leben" (beide 2007), "Zwischen heute und morgen" (2008), "Tatort - Tödlicher Einsatz" (2009), "Rote Rosen (Telenovela), "Rosa Roth - Das Angebot des Tages" (beide 2010).

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