Peter Sodann

Lesermeinung
Geboren
01.06.1936 in Meißen, Deutschland
Alter
85 Jahre
Sternzeichen
Biografie
So einen kleinen, bescheiden wirkenden Mann übersieht man leicht. Es liegt an überzeugender Mimik, Ausdruckskraft, Humor und dem ARD-Dauerbrenner "Tatort", dass Peter Sodann als großartiger Schauspieler in ganz Deutschland bekannt wurde. Ein wenig Berühmtheit gar erlangte er als "Tatort"-Kommissar Ehrlicher, den er von 1992 bis 2007 (seinen letzten Auftritt hat er in "Tatort - Die Falle") mit Erfolg spielt. Ehrlicher, der Rollenname ist beinahe schon Programm.

Sein Durchschnittsbürger-Image passt zum frühen Berufswunsch. Peter Sodann studierte Jura, ehe er von 1959 bis 1965 mit einigen Unterbrechungen seine Schauspielerausbildung absolvierte. Denn die trockene Materie konnte wohl nie alles für den Mann sein, der während des Studiums das Kabarett "Rat der Spötter" leitete. 1961 wurde es aufgelöst. Humor hatte in der DDR enge Grenzen. Wegen "staatsfeindlicher Hetze" wurde Sodann vom DDR-Regime verhaftet. Sein erstes Theaterengagement führte ihn an das Berliner Ensemble. Es folgten Engagements in Erfurt, Karl-Marx-Stadt und Magdeburg, wo er zum Schauspieldirektor berufen wurde. Qualität setzt sich durch.

Neben seiner erfolgreichen Theaterarbeit wirkt Sodann auch in Film- und Fernsehrollen mit, als Pastor beispielsweise im TV-Film "Sansibar oder Der letzte Grund" (1987), als General für Staatssicherheit im Polit-Mehrteiler "Nikolaikirche" (1995) oder als Erich Mielke in dem TV-Film "Deutschlandspiel" (2000) und als ehemaliger Vorkämpfer der kommunistischen Idee in "Tage des Sturms" (2003). Serienrollen u.a. auch in "Verbotene Liebe", "Tanja", "Sardsch". Heute ist Peter Sodann Intendant des Neuen Theaters in Halle. 1998 erhielt er den Deutschen Kritikerpreis.

Weitere Filme mit Peter Sodann: "Erscheinen Pflicht" (1983), "Eine sonderbare Liebe" (1984), "Jan auf der Zille" (1986), "Die gläserne Fackel" (1989), "Jugend ohne Gott" (1990), "Schlaraffenland" (1990), "Tatort - Ein Fall für Ehrlicher", "Tatort - Tod aus der Vergangenheit" (beide 1992), "Wehner - die unerzählte Geschichte" (1992), "Tatort - Bauernopfer", "Tatort - Verbranntes Spiel" (beide 1993), "Tatort - Jetzt und alles", "Tatort - Laura, mein Engel" (beide 1994), "Tatort - Ein ehrenwertes Haus" , "Tatort - Bomben für Ehrlicher", "Tatort - Falsches Alibi (alle 1995), "Tatort - Bierkrieg", "Tatort - Der Tod spielt mit", "Tatort - Fürstenschüler" (alle 1997), "Tatort - Money! Money!", "Tatort - Tanz auf dem Hochseil" (beide 1998), "Tatort - Einsatz in Leipzig", "Tatort - Fluch des Bernsteinzimmers", "Tatort - Todesangst", "Tatort - Tödliches Verlangen" (alle 1999), "Tatort - Quartett in Leipzig", "Tatort - Trübe Wasser" (beide 2000), "Herzstolpern", "Tatort - Totenmesse", "Tatort - Verhängnisvolle Begierde" (alle 2001), "Tatort - Heiße Grüße aus Prag", "Tatort - Rückspiel", "Tatort - Todesfahrt", (alle 2002), "Das bisschen Haushalt", "Tage des Sturms", "Tatort - Atlantis", "Tatort - Außer Kontrolle", "Tatort - Rotkäppchen", "Wer glaubt denn heute noch an Liebe ..." (alle 2003), "Tatort - Abseits", "Tatort - Teufelskreis", "Tatort - Waidmanns Heil" (alle 2004), "Tatort - Freischwimmer", "Tatort - Tiefer Fall" (beide 2005), "Die Frau des Heimkehrers", "Tatort - Schlaflos in Weimar", "Tatort - Blutschrift" (alle 2006), "Tatort - Die Anwältin" (2007), "Der Turm" (2012).

Foto: MDR/Hardy Spitz

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