In ihrem zweiten Fall, den die vormals in Dresden ermittelnden Kommissare Ehrlicher und Kain in Leipzig zu lösen haben, müssen sie in einem emotionalen Sumpf aus Eifersucht und Geldgier nach einem Mörder suchen. Denn aus einem See wird die Leiche der hübschen Sabrina gefischt. Die Studentin, die in einem Tanzlokal strippte, war zuletzt von Hans-Joachim Wolff gesehen worden, der ihr Geld für eine Liebesnacht zugesteckt hatte - Geld, um das sie ihn betrog, als sie vor ihm aus dem Taxi in einen Hauseingang floh. Dasselbe Haus führt die Polizisten zu Robert Quint, in dessen Wohnung sich Sabrina offenkundig häufiger aufgehalten hatte. Der Besuch bei dem gut aussehenden Mann bringt Wesentliches ans Licht: Die junge Frau wurde hier mit einem Kaminbesteck erschlagen. Und: Der Tatverdächtige hat sich ein Pseudonym zugelegt - unter seinem bürgerlichen Namen Beauregard Belano wird er wegen Betrugs per Haftbefehl von der Polizei gesucht. Quint alias Belano gibt alles zu - nur den Mord an Sabrina nicht. Ehrlicher und Kain müssen ihn gegen eine Kaution laufen lassen. Doch mit seiner Freilassung bekommen die Ermittlungen endlich eine Eigendynamik ...

Regisseur Miko Zeuschner, der mit dem Leipziger Duo im gleichen Jahr auch den Fall "Todesangst" in Szene setzte, liefert hier ein merkwürdiges blutleeres und dabei übertriebenes Kriminalstück nach dem Buch von "Tatort-Routinier Fred Breinersdorfer ("Tatort - Die Anwältin", "Tatort - Teufelskreis", "Tatort - Quartett in Leipzig"), der in seiner langen Karriere insgesamt sieben Fälle für das Ermittler-Duo Sodann/Lade schrieb.

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