Wenige Tage vor der Pensionierung von Ehrlicher wird er in eine Neubausiedlung am Rande Leipzigs gerufen. Eine Frau liegt tot in ihrem Haus. Rudolf Hahn, der Freund der Toten, der sie gefunden hat, behauptet, sie hätte sich selbst erhängt. Hauptkommissar Ehrlicher glaubt nicht daran, denn die Einrichtung des Hauses ist stark verwüstet. Im Haus der Toten findet man ein Zimmer, das darauf hinweist, dass die junge Frau sexuelle Dienstleistungen gegen Geld angeboten hatte. Wenig später ist auch Hans Meier, Generalbauunternehmer der meisten neuen Häuser in der Gegend, tot. Während Frederike und ihre Kollegen versuchen, eine Abschiedsfeier für Ehrlicher zu organisieren, untersucht dieser zusammen mit seinem Kollegen Kain die Verbindungen zwischen dem Verdächtigen Rudolf Hahn und dem Bauunternehmer Hans Meier ...

Regisseur Hajo Gies zeigt im letzten Fall des Teams Ehrlicher/Kain aus Leipzig recht betulich, wie Ermittler an ihre Grenzen stoßen können. Routinier Gies, der seinen ersten "Tatort" bereits 1977 ("Das Mädchen von gegenüber", mit Hansjörg Felmy) inszenierte, arbeitete in seiner langen Regie-Karriere bereits viermal mit dem Duo Sodann/Lade zusammen ("Atlantis", "Rotkäppchen", beide 2003; "Abseits", 2004; "Tatort - Blutschrift", 2006). Als Nachfolger der beiden Ermittler traten Simone Thomalla und Martin Wuttke ("Die Tote vom Deich", "Tatort - Pauline") 2008 mit "Tatort - Todesstrafe" ihren Dienst an.

Foto: WDR/MDR/Hardy Spitz