Die Dresdner Kommissare Ehrlicher und Kain beschäftigt eine Serie von Sexualstraftaten, als das Mädchen Katja Beck als vermisst gemeldet wird. Doch die Umstände ihres Verschwindens passen nicht in das Muster der vorangegangenen Fälle. Als der Verdacht auf Katjas zukünftigen Stiefvater Daniel Tuskiewitsch fällt, tritt bei den Bewohnern der kleinen sächsischen Gemeinde die Fremdenfeindlichkeit offen zutage – und löst eine Kette menschlichen Fehlverhaltens aus, deren tödliche Eigendynamik auch Ehrlicher nicht mehr stoppen kann ...

Dieser spannende wie gesellschaftskritische Krimi von Hans-Peter Honert, den er nach seinem eigenen Drehbuch inszenierte, zeigt in aller Deutlichkeit, zu was Fremdenfeindlichkeit und Vorverurteilungen führen können. "Ein Fall für Ehrlicher" war der erste "Tatort" des MDR und Auftakt zu einer langjährigen Zusammenarbeit von Honert mit dem Dresdner Ermittler-Duo. Mit diesem realisierte er später drei weitere Episoden ("Tod aus der Vergangenheit", 1992; "Tatort - Fluch des Bernsteinzimmers", 1999; "Tatort - Teufelskreis", 2004). Gustl Bayrhammer, der zuvor ein Jahrzehnt als Kommissar Melchior Veigl am Münchner "Tatort" ermittelt hatte, ist hier als Leiter der Dienststelle Dresden zu sehen.

Foto: MDR