Theo Lingen in der Rolle des Schuldirektors Dr. Taft in dem Film "Die Lümmel von der ersten Bank".
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Theo Lingen

Franz Theodor Schmitz
Lesermeinung
Geboren
10.06.1903 in Hannover, Deutschland
Gestorben
10.11.1978 in Wien, Österreich
Sternzeichen
Biografie

Theo Lingen war in der Wahrnehmung der meisten Fernsehzuschauer ein österreichischer Komödiant. Das beruht darauf, dass er ab etwa 1970 vor allem mit Komödien wie „Wir hau’n die Pauker in die Pfanne“ und „Die Feuerzangenbowle“ ein breites Filmpublikum unterhielt und in Österreich lebte.

Zu unzähligen Filmkomödien kamen zur gleichen Zeit Fernsehserien, die ebenfalls dem komischen Fach entstammten, so zum Beispiel „Klimbim“ ab 1976 und „Zwei himmlische Töchter“ ab 1978. Tatsächlich kam Franz Theodor Schmitz, so der bürgerliche Name des Schauspielers, aber 1903 in Hannover zur Welt und wuchs dort ganz bürgerlich als Sohn eines Justizrates auf. Sein Schauspieltalent zeigte sich früh und bereits ab 1922 stand er auf verschiedenen deutschen Theaterbühnen, zuerst im Residenztheater Hannover.

Großer Erfolg mit „M – eine Stadt sucht einen Mörder“

Privat galt Theo Lingen als ruhig, ernst, nachdenklich und gebildet. Sein Berufsleben in Deutschland bestimmte ab 1933 der Nationalsozialismus. Verheiratet war er mit der halbjüdischen Opernsängerin Marianne Zoff, die zuvor die Ehefrau von Bertolt Brecht gewesen war. In Brechts „Dreigroschenoper“ und in Filmen von Fritz Lang wie „M – eine Stadt sucht einen Mörder“ und „Das Testament des Dr. Mabuse“ konnte Theo Lingen seine überraschend ernsthafte Seite auch als Schauspieler zeigen und damit Erfolge verbuchen. Theo Lingen erwog frühzeitig, Deutschland zu verlassen. Er befürchtete nicht ohne Grund Schwierigkeiten und Repressalien, da er nach Auffassung der nationalsozialistischen Regierung „jüdisch versippt“ war, wofür meist ein Berufsverbot drohte.

Seine enorme Beliebtheit verschaffte ihm jedoch eine Sondergenehmigung, sodass er erst 1939 nach Österreich an den Wolfgangsee und 1944 nach Wien umzog, wo er Kontakte zu prominenten österreichischen Schauspielern wie den Hörbigers unterhielt und am Burgtheater spielte. Theo Lingen starb 1978 in Wien und erhielt ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Filme mit Theo Lingen

1972
Immer Ärger mit Hochwürden
Komödie
1972
Hauptsache Ferien
Komödie
1971
Wenn mein Schätzchen auf die Pauke haut
Musikkomödie
1970
Wer zuletzt lacht, lacht am besten
Komödie
1970
Die Feuerzangenbowle
Komödie
1969
Die Lümmel von der ersten Bank III - Pepe, der Paukerschreck
Teenagerkomödie
1969
Die Lümmel von der ersten Bank - Hurra, die Schule brennt!
Komödie
1968
Die Lümmel von der ersten Bank - Zum Teufel mit der Schule
Komödie
1967
Vater Nietnagel (Georg Thomalla, mit Uschi Glas,
l.) fühlt sich recht wohl bei einer Party
Die Lümmel von der ersten Bank - Zur Hölle mit den Paukern
Teenagerkomödie
1967
Die Heiden von Kummerow und ihre lustigen Streiche
Heimatkomödie
1964
Hilfe - meine Braut klaut
Komödie
1963
Der Musterknabe
Komödie
1959
Die Nacht vor der Premiere
Tanzfilm
1959
Der Löwe von Babylon
Abenteuerfilm
1958
Im Prater blüh'n wieder die Bäume
Heimatfilm
1958
Eine Reise ins Glück
Liebeskomödie
1958
Die Sklavenkarawane
Abenteuerfilm
1957
Drei Mann auf einem Pferd
Gaunerkomödie
1957
Almenrausch und Edelweiß
Heimatfilm
1956
Opernball
Musikkomödie
1956
Meine Tante - Deine Tante
Krimikomödie
1955
Wenn die Alpenrosen blüh'n
Heimatfilm
1953
Hurra - Ein Junge
Komödie
1949
Um eine Nasenlänge
Komödie
1942
Wiener Blut
Musikfilm
1942
Sieben Jahre Glück
Komödie
1940
Sieben Jahre Pech
Komödie
1938
Der Tiger von Eschnapur
Abenteuerfilm
1937
Der Mann, von dem man spricht
Komödie
1936
Ungeküsst soll man nicht schlafen gehen
Komödie
1935
Der Himmel auf Erden
Musikkomödie
1934
Mein Herz ruft nach dir
Musikfilm
1934
Ein Walzer für dich
Musikkomödie
1934
Der verlorene Sohn
Heimatfilm
1934
Der Doppelgänger
Kriminalfilm
1933
Liebelei
Melodram
1933
Das Testament des Dr. Mabuse
Psychothriller
1931
M - Eine Stadt sucht einen Mörder
Thriller

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