Eigentlich dachte der junge Architekturstudent Jack, dass sein Leben in Rom an der Seite seiner Freundin Sally nicht besser sein könnte. Doch als die ihre quirlige Freundin Monica für einige Zeit einlädt, bei ihnen zu wohnen, ist es um Jack bald geschehen. Da nützen leider auch die Ratschläge seines Idols, dem Stararchitekt John, nichts. Derweil erkennt der Ex-Opern-Produzent und -Manager Jerry, der gerade gemeinsam mit seiner melancholischen Frau in Rom zu besuch ist, das enorme Gesangstalent eines bescheidenen Bestattungsunternehmers. Durchschnittsbürger Leopoldo hingegen muss schmerzlich erfahren, was es heißt, plötzlich in Rom eine Berühmtheit zu sein und der junge Antonio wird dazu genötigt, eine Prostituierte, die sich im Hotel offenbar in der Tür vertan hat, als seine Braut auszugeben ...

Nachdem Altmeister Woody Allen bereits europäische Metropolen wie Cassandras Traum, Vicky Cristina Barcelona und Midnight in Paris unsicher gemacht hat, muss diesmal die Ewige Stadt leiden. Doch im Gegensatz zu seinem bislang erfolgreichsten Film "Midnight in Paris" hat sich Allen diesmal zu sehr auf das Episodenprinzip rund um Irrungen und Wirrungen der Liebe verlassen. Doch wie so oft bei Episodenfilmen greifen nicht alle Geschichten gleich stark. Die um Jack und John bzw. Sally und Monica ist ebenso langweilig wie die um Bräutigam Antonio. Stark allerdings ist Roberto Benigni, der vom Normalrömer zur Berühmtheit mutiert und die mit Woody Allen selbst, der als Opernkenner ein Talent entdeckt, dass nur unter einer Dusche wirklich gut singen kann. Die Szenen, in denen die Opern um den duschenden Helden gestrickt werden, sind phänomenal. Was bleibt: nach einem Meisterwerk hat Woody Allen wieder einmal ein Durchschnittswerk geschaffen, das dennoch viel witziges Potential und einige wirklich pointierte Sprüche birgt.



Foto: Tobis