Gerade aus Rußland nach Israel eingewandert, muß die schwangere Yana feststellen, dass der Ehemann sie mit hohen Schulden sitzen gelassen hat. Zu allem Überfluß spricht sie die Landessprache nicht und teilt sich ihr kleines Appartment mit Eli, dem zweiten Untermieter. Der lebt lieber ungewöhnlich, nennt sich Hochzeitsfotograf und denkt immer nur an das Eine. Als es Raketenalarm gibt, kommen die beiden sich trotz der Gasmasken näher. Die russische Immigrantenfamilie von gegenüber setzt derweil ihren Großvater als Bettler ein. Stumm und an den Rollstuhl gefesselt, erweckt er soviel Mitleid, daß er dem angestammten Straßenmusikanten empfindlich Konkurrenz macht. Mit dem Giftgasalarm versiegt die bequeme Geldquelle jedoch abrupt. Dafür sprudelt die Vermieterin plötzlich über vor Hilfsbereitschaft.

Mit TV-Meldungen zum Golfkrieg im Hintergrund und Elis voyeuristischen Videoaufnahmen von Yana illustriert und verfremdet der israelische Regisseur Arik Kuplan in "Yana's Friends" das Schicksal einer Gruppe russischer Einwanderer. Herausgekommen sind eine Reihe von Episoden, die trotz bisweilen groteskem Witz mit viel Sympathie die verzwackten Liebesgeschichten sehr unterschiedlicher Paare erzählen.