Im August 2018 erklärten die Amazon Studios, dass der neue Film von Woody Allen, "A Rainy Day in New York", vorerst nicht in die Kinos kommen wird. Einer der Hauptdarsteller, Jude Law, äußerte sich nun in einem Interview mit der "New York Times" dazu, dass er den Film womöglich nie zu Gesicht bekommen wird. "Es ist eine fürchterliche Schande. Ich würde ihn sehr gerne sehen", so Law. "Die Menschen haben wirklich hart daran gearbeitet und viel hineingesteckt." Natürlich auch Woody Allen selbst, konstatiert der Schauspieler.

Bevor Allens letzter Film "Wonder Wheel" in die Kinos kam, war der Regisseur im Zuge der "MeToo"-Debatte in die mediale Aufmerksamkeit geraten. Alte Vorwürfe gegen Woody Allen wurden erneut laut, die seine Ex-Frau Mia Farrow seit Anfang der 90er-Jahre erhebt: Angeblich habe Allen 1992 Farrows damals siebenjährige Adoptivtochter Dylan unsittlich berührt. Allen stritt die Vorwürfe stets ab und wurde vor Gericht freigesprochen. 

Andere Hauptdarsteller von "A Rainy Day in New York", wie Timothée Chalamet und Selena Gomez, erklärten nach den erneuten Vorwürfen gegen Allen, nicht mehr mit dem Regisseur zusammenarbeiten zu wollen und ihre Gage zu spenden. Darauf im Interview angesprochen reagiert Jude Law, der zurzeit als Albus Dumbledore in "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen" in den Kinos zu sehen ist, zurückhaltend. "Um ehrlich zu sein, wollte ich da nicht mit hineingezogen werden." Es sei nicht an ihm gewesen, dazu einen Kommentar abzugeben, die Situation sei zu heikel. Weiter bezeichnet Law die Angelegenheit als "private Sache" und inzwischen sei genug darüber geredet worden. Auf die Frage, ob er denn wieder mit Allen zusammenarbeiten werde, sagte Law, er wisse es nicht genau und müsse sehr vorsichtig abwägen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst