Auch Newts (Eddie Redmayne, links) Bruder Theseus (Callum Turner) ist diesmal mit von der Partie.
Fans können es kaum erwarten: Endlich findet "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen" den Weg in die Kinos.

Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen

KINOSTART: 15.11.2018 • Fantasy • USA (2018) • 134 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald
Produktionsdatum
2018
Produktionsland
USA
Filmstudio
Warner Bros. Pictures, Heyday Films
Budget
200.000.000 USD
Einspielergebnis
653.355.901 USD
Laufzeit
134 Minuten
Regie
David Yates
Music
James Newton Howard
Kamera
Philippe Rousselot

Filmkritik

Magische Verbrecherjagd
von Sarah Schindler

Mit dem zweiten Teil des Spin-Offs aus dem Harry-Potter-Universum knüpfen J.K. Rowling und Haus-und-Hof-Regisseur David Yates direkt an die Geschehnisse des ersten Teils an und führen den Zuschauer tiefer in den fantastischen Kaninchenbau.

Wahrscheinlich hat bei der Veröffentlichung der Filmversion von "Harry Potter und der Stein der Weisen" im Jahr 2001 kaum jemand damit gerechnet, dass die Faszination für die magische Welt aus der Feder von J.K. Rowling so lange anhalten würde. Mit "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" erschien vor zwei Jahren ein sogenanntes Prequel aus dem Potter-Kosmos, das seinerseits länger fortgesetzt wird, als zunächst geplant. An den nun startenden zweiten Teil, "Grindelwalds Verbrechen", werden sich drei weitere Fortsetzungen anschließen. Was diese für den Fan bereithalten, weiß – wenn überhaupt – alleine J.K. Rowling. Das hält die Spannung aufrecht, kann für den Gelegenheitsgucker aber auch überfordernd sein.

Im ersten Teil ist es Newt Scamander (Eddie Redmayne) gelungen, Gellert Grindelwald (Johnny Depp) hinter Schloss und Riegel zu bringen. Doch gelingt Grindelwald die Flucht, und er plant wahrhaft Böses. Mit einer Schar aus Magier-Anhängern will er die Vorherrschaft reinblütiger Zauberer durchsetzen – und dafür geht er über Leichen. Nur sein Freund Albus Dumbledore (Jude Law) kann ihn stoppen.

Der braucht dafür die Hilfe von Newt und dessen Freunden. Tina (Katherine Waterston), Queenie Goldstein (Alison Sudol) und Jacob Kowalski (Dan Fogler), der einzige Muggel der Gruppe, sowie der mysteriöse Credence (Ezra Miller) sind wieder mit von der Partie. Gemeinsam machen sie sich auf nach Paris, um Albus zu unterstützen. Nebenbei hat Newt noch ganz eigene Probleme: Sein Bruder Theseus (Callum Turner) hat sich mit Leta Lestrange (Zoe Kravitz) verlobt. Dabei ist sie die Frau, die Newt sehr nahe stand und die ihm noch immer sehr viel bedeutet.

"Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen" ist definitiv kein Film für Einsteiger in das Harry-Potter-Universum. Zwar gilt das auch für den ersten Teil des Spin-offs, aber gerade jetzt wird deutlich, dass es unabdingbar ist, sich mit Dumbledore, Voldemort und Co. schon einmal auseinandergesetzt zu haben. J. K. Rowling, die Mutter der phantastischen (Tier-)Welt und erneut für das Drehbuch verantwortlich, versetzt den Zuschauer ohne Umschweife direkt in die, mittlerweile sehr düstere, Welt und Zeit – lange vor Harry Potters Jahren in Hogwarts. Das wiederum hat den Effekt, dass Fans der ersten Stunde zwar abgeholt und von der ein oder anderen Enthüllung überrascht werden, Neulinge sich aber erst einmal langsam hineinfinden müssen.

Was nicht zuletzt daran liegt, dass das Tempo schon direkt zu Beginn schneller ist als der Ritt auf einem Nimbus 2000. Die Jagd nach Grindelwald ist düster, genauso wie die Vision des dunklen Magiers von der reinen Zaubererlinie. Zu diesem Erzählstrang gesellen sich zahlreiche weitere, die sich zum einen mit den verschiedenen Fabelwesen beschäftigen und zum anderen die Geschichten und Beziehungen beleuchten, die langsam aber sicher lose Enden zusammen- und weiterführen. In den über zwei Stunden bleibt kaum Zeit zum Luftholen. Denn auch in den ruhigeren Momenten sorgen vor allem fantastische Effekte für kollektives Luftanhalten.

Doch alles bewegt sich an der Grenze zum Überfluss: Egal, ob beim Thema CGI-Effekte, bei der schauspielerischen Leistung von Johnny Depp oder der Fülle an Geschehnissen – mit "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen" zeigt Potterverse-Regisseur David Yates, dass er zwar am besten weiß, wie er Rowlings Ideen filmisch umsetzen kann, aber inzwischen einen Hang zur Übertreibung entwickelt hat. Zwar ist "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen" durchaus sehenswert, nicht zuletzt aufgrund der namensgebenden Tierwesen, der grandiosen Optik und der vielen kleinen Bonbons für Fans. Doch wäre weniger in diesem Fall mit Sicherheit mehr gewesen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Darsteller

Stand bereits als Kind vor der Kamera: Carmen Ejogo.
Carmen Ejogo
Der US-amerikanische Schauspieler John "Johnny" Christopher Depp II. wurde am 9. Juni 1963 in Owensboro, Kentucky geboren.
Johnny Depp
Erfolgreicher Exportartikel aus Großbritannien: Jude Law.
Jude Law
Oscar-Preisträger Eddie Redmayne.
Eddie Redmayne
Ezra Miller
Callum Turner im Starporträt.
Callum Turner
Weitere Darsteller
Katherine Waterston Dan Fogler Alison Sudol Zoë Kravitz Χρήστος Βουδούρης Jessica Williams William Nadylam Ingvar E. Sigurðsson Ólafur Darri Ólafsson Kevin Guthrie Brontis Jodorowsky Derek Riddell David Sakurai Fiona Glascott Wolf Roth Victoria Yeates Poppy Corby-Tuech Cornell John Claudius Peters Bart Soroczynski Danielle Hugues Alfie Simmons Isaac Cortinovis Johnson Olivia Popica Alfie Mailley Simon Wan Andrew Turner Linda Santiago Alfrun Rose Maja Bloom Olwen Fouéré Simon Meacock David Wilmot Ed Gaughan Jamie Campbell Bower Toby Regbo Hugh Quarshie Isaura Barbé-Brown Keith Chanter Jemima Woolnough Hollie Burgess Thea Lamb Joshua Shea Isaac Domingos Ruby Woolfenden Christopher Birks Sabine Crossen Morrison Thomas Johanna Thea Liv Hansen Israel Ruiz Jag Patel Deepak Anand Andrew Blackall Phil Hodges Michael Haydon Tim Ingall Stephen McDade Jeremy Oliver Dave Simon Jason Redshaw Callum Forman Ryan Hannaford Donna Preston Nasir Jama Aykut Hilmi Natalie Lauren Deano Bugatti Adrian Wheeler Annarie Boor Sean Coleman Ana Cilas Grant Crookes Sarah-Jane De Crespigny Mike Wood Maddie Evans

Neu im kino

Klara und die Sonne (2026)
Klara und die Sonne
Science Fiction • 2026
prisma-Redaktion
By Any Means (2026)
By Any Means
Thriller • 2026
prisma-Redaktion
Die Blutgräfin (2026)
Die Blutgräfin
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Der perfekte Urlaub (2026)
Der perfekte Urlaub
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Clayface (2026)
Clayface
Horror • 2026
prisma-Redaktion
Ali G: Who Iz I? (2026)
Ali G: Who Iz I?
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte (2026)
Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte
Drama • 2026
prisma-Redaktion
Street Fighter (2026)
Street Fighter
Action • 2026
prisma-Redaktion
Whalefall (2026)
Whalefall
Thriller • 2026
Sinn und Sinnlichkeit (2026)
Sinn und Sinnlichkeit
Drama • 2026
prisma-Redaktion
The Social Reckoning (2026)
The Social Reckoning
Drama • 2026
prisma-Redaktion
Alte Liebe (2026)
Alte Liebe
Drama • 2026
prisma-Redaktion
Lügen über meine Mutter (2026)
Lügen über meine Mutter
Drama • 2026
prisma-Redaktion
Digger (2026)
Digger
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Verity – Dunkle Geheimnisse (2026)
Verity – Dunkle Geheimnisse
Mystery • 2026
prisma-Redaktion
Corpus Delicti (2026)
Corpus Delicti
Drama • 2026
prisma-Redaktion
Emil und die Detektive (2026)
Emil und die Detektive
Familie • 2026
prisma-Redaktion
Eiserne Wildnis – Heart of the Beast (2026)
Eiserne Wildnis – Heart of the Beast
Abenteuer • 2026
prisma-Redaktion
Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise (2026)
Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise
Familie • 2026
prisma-Redaktion
Adams Acht (2026)
Adams Acht
Drama • 2026
prisma-Redaktion
Coyote vs. ACME (2026)
Coyote vs. ACME
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern (2026)
Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern
Liebesfilm • 2026
prisma-Redaktion
Bad Apples (2026)
Bad Apples
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Oasis: Don't Look Back in Anger (2026)
Oasis: Don't Look Back in Anger
Dokumentarfilm • 2026
prisma-Redaktion
Vaterland (2026)
Vaterland
Drama • 2026
prisma-Redaktion
That's Why the Lady Is A Champ (2025)
That's Why the Lady Is A Champ
Historie • 2025
prisma-Redaktion
Das gewisse Etwas (2026)
Das gewisse Etwas
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
Das Ende der Sterne (2026)
Das Ende der Sterne
Science Fiction • 2026
prisma-Redaktion
Oh la la 2 – Neue Tests, neues Chaos (2026)
Oh la la 2 – Neue Tests, neues Chaos
Komödie • 2026
prisma-Redaktion
One Night Only (2026)
One Night Only
Komödie • 2026
prisma-Redaktion