Nachdem die böse Königin den König getötet und die Macht im Reich an sich gerissen hat, wird auch die kleine Prinzessin Snow White eingekerkert. Als der Herangewachsenen jedoch die Flucht gelingt, soll ein aufrechter Jägersmann sie im dunklen Wald aufspüren und töten. Doch der Jäger nimmt seinen Auftrag bald nicht mehr sonderlich ernst und verbündet sich mit der schönen Prinzessin. Nach einer wilden Flucht kommen die beiden bei einer illustren Schar von Zwergen unter. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen die fiese Regentin auf ...

Mit großem Aufwand inszenierte Werbefilmer Rupert Sanders nach Tarsem Singhs Abenteuerkomödie "Spieglein, Spieglein" eine weitere Variante des berühmten Grimmschen Märchens. Doch das Potential, dass man in Dekor und Bilder (die für sich genommen oft toll sind) gesteckt hatte, hätte man auch ins Drehbuch stecken sollen. So holpert die Geschichte oft ohne viel Sinn und Verstand vor sich hin. Wenn dann die Akteure gar sprechen, ist es völlig vorbei. Den Rest zum traurigen Fest besorgt schließlich die deutsche Synchronisierung. Bleibt fraglich, warum man aus "Snow White" nicht Schneewittchen gemacht hat und wenn man den Jäger Huntsman nennt, klingt das extrem dämlich nach Hans Mähen. Apropos mähen: Wie hier ein Statist zu Beginn mit einer Sense im Kornfeld herumhackt, ist einfach nur strohdumm!

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