Als schillernde Medienmanagerin stand Christiane zu Salm immer im Rampenlicht. Doch dann veränderte ein beinahe tödlicher Unfall ihr Leben.

Es ist eine makabere Aufgabe, aber eine, die jeden Menschen zum Nachdenken bringt: Während ihrer Ausbildung zur Sterbebegleiterin am Lazarus Hospiz in Berlin musste Christiane zu Salm, die in der neuen BR-"Lebenslinien"-Ausgabe vorgestellt wird, einen Nachruf über sich selbst schreiben. Dabei ging es natürlich um die Frage: Wer will ich gewesen sein? Plötzlich wirkte vieles aus dem früheren Leben der einstigen Medien-Managerin ziemlich bedeutungslos. Ins Rampenlicht trat die ehemalige Gattin von Prinz Ludwig zu Salm als Chefin des Musiksenders MTV und als Gründerin des früheren Quizspielkanals 9Live. Als sie bei einem Winterurlaub von einer Lawine verschüttet wurde und fast starb, entschied sie sich für einen radikalen Lebenswechsel – und der Hinwendung zu Mitmenschen, die sie auf den letzten Metern hin zu deren Tod unterstützt.

Die BR-Sendung stellt die 52-jährige Mainzerin, die als Christiane Hansen geboren wurde, übrigens vermutlich aus Wiedererkennungsgründen unter dem Namen "zu Salm", vor. Ihre erste Ehe scheiterte und wurde 2002 geschieden. Schon bald entschied sie sich für eine Lebenspartnerschaft mit dem TV-Unternehmer Georg Kofler. Mit dem einstigen ProSieben-Geschäftsführer, der nun Mitglied der Investorenrunde in der VOX-Erfolgsreihe "Die Höhle der Löwen" ist, bekam sie 2004 eine Tochter. 2010 heirateten die beiden. Offiziell heißt Christiane zu Salm also nun schon seit einiger Zeit Christiane Kofler. Nur im Schatten mächtiger Männer zu stehen, war ihrer Sache noch nie.

Christiane Kofler ist übrigens auch erfolgreiche Buchautorin: Den entscheidenden Umbruch in ihrem Leben verarbeitete sie 2013 in ihrer bei Goldmann erschienenen Biografie "Dieser Mensch war ich. Nachrufe auf das eigene Leben". 2016 ließ sie mit "Weiterleben. Nach dem Verlust eines geliebten Menschen" dort einen weiteren Band folgen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst