RTL hat umdisponiert: Das Serienremake zu "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" wird im kommenden Jahr exklusiv auf der On-Demand-Plattform TV NOW zur Verfügung stehen.

Geplant war bislang eine Veröffentlichtung auf dem Pay-TV-Sender RTL Crime. Im Zuge der Neuausrichtung von TV NOW haben sich die Verantwortlichen des Kölner Privatsenders jedoch dazu entschlossen, die ambitionierte Eventserie zunächst über den hauseigenen Streamingdienst zu verbreiten. Zu einem späteren Zeitpunkt soll das Format dann auch via RTL Crime im Bezahlfernsehen ausgestrahlt werden.

Die unter anderem mit Sophie Rois, Verena Altenberger, Moritz Bleibtreu, Lars Eidinger, Bela B. und Udo Kier hochkarätig besetzte Serie von Regisseur und Autor David Schalko basiert auf dem gleichnamigen Schwarz-Weiß-Film von 1931. Das Original wurde von Regielegende Fritz Lang inszeniert und gilt heute zu Recht als großes Meisterwerk der Filmgeschichte. In sechs je 60-minütigen Episoden will nun David Schalko die Krimigeschichte als Miniserie nacherzählen. An der Prämisse wird sich nichts ändern: Ein Kindermörder hält eine Stadt in Atem. Dabei soll neben der Aufklärung der Morde vor allem die Frage im Vordergrund stehen, wie die Gesellschaft auf das böswillige Treiben reagiert. Wie wirkt sich ein derartiger Horror auf die Seele einer Stadt aus?

Ob es RTL mit seinem Projekt gelingen wird, ein Streaming-Ausrufezeichen zu setzen, bleibt abzuwarten. Mit etablierten VoD-Anbietern wie Netflix und Prime Video mitzuhalten, dürfte sich als Herkulesaufgabe erweisen. Dennoch sendet man ein wichtiges Signal und zeigt, dass auch das deutsche Privatfernsehen zu Innovationen bereit ist. "Wir erweitern TV NOW zu einem vollumfänglichen und eigenständigen Video-on-Demand Angebot mit einem Schwerpunkt auf lokalen Produktionen", so das langfristige Ziel des RTL-Bereichsleiters VoD, Moritz Pohl. Neben der ebenfalls 2019 startenden Reality-Show "Temptation Island – Versuchung im Paradies" wird "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" das zweite VoD-Original von TV Now markieren. Ein konkreter Termin des mit dem ORF und Superfilm koproduzierten Prestigeprojekts steht bislang noch nicht fest.


Quelle: teleschau – der Mediendienst