Michael Palin

Lesermeinung
Geboren
05.05.1943 in Sheffield, Yorkshire, Großbritannien
Alter
79 Jahre
Sternzeichen
Biografie
Er gehört zu den populärsten Komikern des zeitgenössischen britischen Films: Michael Palin. Nach seinem Geschichtsstudium an der Universität Oxford schrieb Palin zunächst Drehbücher und Sketche für zahlreiche TV-Shows der BBC, unter anderem für die Programme von Marty Feldman. In dieser Zeit lernte er John Cleese kennen und produzierte 1969 gemeinsam mit ihm, Terry Jones, Graham Chapman, Eric Idle und Terry Gilliam die ersten Folgen von Monty Python's Flying Circus. 1971 entstand daraus der erste Kinofilm: "Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft".

Zu den nicht auf Fernseharbeiten basierenden Kinospielfilmen gehört die Parodie über die Artus-Legende "Die Ritter der Kokosnuss", die Bibelparodie "Das Leben des Brian" (1978), für die Palin auch das Drehbuch schrieb. Mit Monty Python's "Der Sinn des Lebens" gewann das Komikerteam 1983 bei den Filmfestspielen in Cannes sogar den Spezialpreis der Jury. Neben seiner Arbeit bei Monty Python wurde Michael Palin seit den 70er Jahren zunehmend für große Kinofilme engagiert.

Nach so ungewöhnlichen Produktionen wie "Jabberwocky" (1977), einer makabren Satire auf das finstere Mittelalter, oder "Time Bandits" (1981), einer Fantasy-Parodie, gelang ihm auch in ernsteren Rollen der Durchbruch. 1982 spielte er die Hauptrolle in "Der Missionar", einer Geschichte aus der britischen Kolonialzeit, für die er selbst das Drehbuch verfasste. Zwei Jahre später überzeugte er in "Magere Zeiten - Der Film mit dem Schwein" als bescheidener Landarzt, der nach dem Zweiten Weltkrieg eine Praxis in der englischen Provinz eröffnet. Im gleichen Jahr trat er neben Jonathan Pryce in Terry Gilliams schriller Zukunftssatire "Brazil" auf und kehrte damit zum komischen Fach zurück.

Seinen schauspielerischen Höhepunkt hatte er 1988 als stotternder Ganove Ken in Charlie Crichtons turbulenter Komödie "Ein Fisch namens Wanda". Für diese Rolle erhielt er den British Film Academy Award für den besten Nebendarsteller. 1996 spielte er in "Wilde Kreaturen" mit dem Erfolgsteam von "Ein Fisch namens Wanda". In dieser Burleske über erotische Irritationen und sodomistische Verstrickungen in einem Londoner Zoo sorgt Palin als geschwätziger Spinnenliebhaber für Aufruhr. Und 1996 war Palin mit seinen Ex-Kollegen von Monty Python in Terry Jones Kenneth-Grahame-Adaption "Sturm in den Weiden" (1996) zu sehen.

Neben seiner TV- und Filmtätigkeit drehte Michael Palin auch drei BBC-Reisedokumentationen: "Von Pol zu Pol", "In 80 Tagen um die Welt" und "Rund um den Pazifik". Über diese Reisen schrieb er auch Bücher. Darüber hinaus ist Palin Autor zahlreicher Kinderbücher wie "The Mirrorstone", "Limericks", "Cyril Stories" und "Small Harry and the Toothache Pills". 1995 veröffentlichte Palin mit "Hemingways Stuhl" außerdem sein ersten Roman.

Weitere Filme mit Michael Palin: "The Rutles - All You Need Is Cash" (1978), "Monty Python Live At The Hollywood Bowl" (1982), "Amerikanische Freundinnen" (1991), "Monty Python in Aspen" (1998).

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