Thierry van Werveke

Lesermeinung
Geboren
23.10.1958 in Genf, Schweiz
Gestorben
11.01.2009 in Luxemburg, Luxemburg
Sternzeichen
Biografie

Er galt als Spezialist für Komödien und Krimis, zwei Filme markieren die Schauspieler-Laufbahn von Thierry van Werveke, der am 11. Januar 2009 nach langer, schwerer Krankheit starb: Zum einen der coole Killer Henk neben Moritz Bleibtreu aus Thomas Jahns Debütfilm und Kinoerfolg "Knockin' On Heaven's Door" (1996), zum anderen die Rolle des besorgten Vaters Baba-Can von Karoline Herfurth in Buket Alakus' Drama "Eine andere Liga" (2004), das 2008 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde.

Geboren in Genf, startete der Luxemburger neben seiner Schauspielkarriere, die er in Filmen seines Landsmanns Andy Bausch begann, auch eine erfolgreiche Karriere als Sänger der Rockband "Nazz Nazz", mit der er vier Alben veröffentlichte. Der Kurzfilm "Stefan" stand 1980 am Beginn seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Filmemacher Bausch: "Gwyncilla" (1986), "Ex und hopp" (1990), "Immer, wenn sie Krimis liest" (1994) und "Back in Trouble" (1997) folgten. Mit Bauschs "Troublemaker" gewann er 1988 auf dem Filmfestival La Clusaz den Preis als bester Darsteller. Daneben war van Werveke auch immer wieder am Theater zu sehen: So stand er 1993 in "Wer hat Angst vor Virginias Woolf?" in Luxemburger Kapuzinertheater auf der Bühne, ebenfalls in Luxemburg sah man ihn in "Macbeth" (1996), am Théâtre National du Luxembourg spielte er in "Les négres" (1999), in "Das Schloss" (2001), in "L'etranger, Meursault" (2002-2005) und gastierte mit dem Theater 2005 bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen mit "Hamlet".

Nach seiner denkwürdigen Rolle in "Knockin' on Heaven's Door", die Thierry van Werveke auch in Deutschland große Popularität bescherte, arbeitete der Darsteller weiter mit Regisseur Jahn zusammen, der den Darsteller auch in seiner misslungenen Komödie "Kai Rabe gegen die Vatikankiller" (1998) besetzte. Weitere gemeinsame Arbeiten waren die belanglose Komödie "Auf Herz und Nieren" (2001) und der gelungene Krimi "Sperling und die letzte Chance" (2003).

Darüber hinaus sah man Thierry van Werveke häufig in Filmen von oder mit Til Schweiger, mit dem er bis zu diesem Zeitpunkt schon in mehreren Produktionen zu sehen war. So holte ihn Schweiger bereits 1998 für sein dümmliches Regiedebüt "Der Eisbär" vor die Kamera, zehn Jahre später spielte er auch in der Komödie "1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde" den Ritter Siegfried. Dazwischen sah man van Werveke - wie bereits erwähnt - meist in Komödien und Krimis. So besetzte ihn Regisseur Bernd Schadewald in seinem Kriminalfilm "Ein großes Ding" (1998), er gehörte zum Aufgebot von Jörg Grünlers Krimireihen-Pilotfilm "Die Neue - Eine Frau mit Kaliber: Jagdfieber" (1998), "Die 3 Posträuber" (1998) war eine Komödie von Andreas Prochaska, während Uwe Janson sein Abenteuerdrama "Die Geiseln von Costa Rica" (1999) im Dschungel von Mittelamerika drehte.

Klasse ist Lars Büchels Komödie "Jetzt oder nie - Zeit ist Geld", auch eine Komödie stand mit Thorsten Wettckes "Ein göttlicher Job" (2000) auf dem Drehplan, während "Elefantenherz" eine nur teilweise gelungene Milieubeschreibung aus der Boxerszene ist. Besser ist da schon die Komödie "Ein krasser Deal", in der das Regieduo Christina Fürneisen und Daniel Texter in eine deutsche HipHop-Szene eintauchen. Gut gespielt war auch sein Alkoholiker in dem hervorragenden Krimi "Nachtschicht - Der Ausbruch" (2006).

Weitere Filme mit Thierry van Werveke: "Terre rouge", "De falschen hond", "A Wopbobaloobop a Lopbamboom", "Schacko Klak" (alle 1989), "Die Rebellion", "Hochzaeitsnuecht", "Wilde Jahre", "Dead Flowers" (alle 1992), "Abracadabra", "Die Männer vom K3 - Tanz auf dem Seil" (Serie), "Three Shake-a-Leg Steps to Heaven" (alle 1993), "Hasenjagd" (1994), "Doppelter Einsatz - Privatpatienten" (1995), "Der Venusmörder", "Wolffs Revier - Zwei Seelen, ein Gedanke" (Serie), "Alles nur Tarnung", "Geisterjäger John Sinclair - Die Dämonenhochzeit" (alle 1996), "Kommissar Rex - Gefährlicher Auftrag" (Serie), "Die Straßen von Berlin: Die Bazooka-Bande", "Caipiranha", "Die Nacht der Nächte - School's out" (alle 1997), "Ein Fall für zwei - Falsche Partner" (Serie), "Einsatz Mord: Kommissarin Fleming und eine Stadt in Angst" (Serie), "Fünf-Uhr-Schatten" (alle 1998), "Balko - Dinojagd", "Der Clown - Handyman" (Serien, beide 1999), "Anwalt Abel - Der Voyeur und das Mädchen" (2000), "Le club des chômeurs" (2001), "Tatort - Schützlinge", "Tatort - Endspiel", "Crazy Race" (alle 2002), "Wolfzeit" (2003), "SOKO Köln - Alte Rechnungen" (Serie), "La revanche" (beide 2004), "Adieu, schöner, schwarzer Vogel", "Die Pathologin - Im Namen der Toten" (beide 2005), "Deepfrozen", "Tatort - Der Tag des Jägers", "Ich habe eine Brieftasche gefunden: Tabula rasa" (Kurzfilm), "Kleine Geheimnisse" (alle 2006), "Freigesprochen" (2007), "Tausend Ozeane", "Versailles, le rêve d'un roi" (beide 2008), "Der Fürsorger", "Réfractaire", "Räuberinnen" und "Lingo Vino" (alle 2009).

Filme mit Thierry van Werveke

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