Darauf hat Finnland gewartet: Mit Olli Mäki (Jarkko Lahti) an der Hand hat das Land eine Hoffnung am Boxhimmel gefunden und erstmals eine ernstzunehmende Gelegenheit, die Weltmeisterschaften für sich zu entscheiden.

Nachdem er etliche Wettkämpfe bestritten hat, versucht der Amateurboxer im Federgewicht 1962 sein Glück, den amerikanischen Box-Champion Davey Moore (John Bosco Jr.) zu schlagen.

Sein Trainer Elis (Eero Milonoff) hilft ihm bei der Vorbereitung auf den großen Kampf und macht Propaganda für den überforderten Sportler, der eigentlich nichts lieber täte, als das Leben mit seiner Freundin Raija (Oona Airola) zu genießen.

Aussichtsreiches Debüt

Die gelungene Debütproduktion des finnischen Regisseurs Juho Kuosmanen ist kein typischer Sportfilm wie beispielsweise der Klassiker "Rocky" (1976), in dem der Siegeswunsch über allem steht.

Nach einer wahren Begebenheit erzählt Kuosmanen eine Geschichte, welche die Balance zwischen Ehrgeiz und Liebesgeschichte, zwischen optimistischer und melancholischer Stimmung hält. Damit ging er auf den Wunsch von Olli Mäki und dessen Frau ein, der Film solle "die Herzen der Menschen erwärmen".

Bei der Umsetzung bewies der Regisseur viel Liebe zum Detail und zeigte, dass er sein Handwerk beherrscht. Er nutzte bewusst ein bereits veraltetes Filmformat und Schwarz-weiß-Aufnahmen, um den Zuschauer authentisch in die 60er-Jahre zurückzubefördern. Dabei nimmt die Produktion nahezu dokumentarische Züge an und erinnert an den Stil der "Nouvelle Vague".