Wachwechsel bei "Nord Nord Mord": Peter Heinrich Brix übernimmt als Hauptkommissar Carl Sievers die Leitung der Sylter Kripo – Oliver K. Wnuk spielt einen seiner Mitarbeiter. In prisma spricht Wnuk über die Dreharbeiten auf der Insel und verrät, warum er Robert Atzorn vermisst.

"Nord Nord Mord" spielt auf Sylt. Sind Sie – mit Wurzeln am Bodensee und in Berlin lebend – ein Sylt-Fan?

Mittlerweile ja. Die Hochsaison ist manchmal nicht unbedingt meins, aber meistens drehen wir ja im Herbst. Ich mag die reetgedeckte Architektur sehr und man kann hier sehr gut essen und wohnen. Und ich liebe den einsamen Lister Ellenbogen ganz im Norden.

Der Wechsel von Hauptkommissar Theo Clüver (Robert Atzorn) zu seinem Nachfolger Carl Sievers (Peter Heinrich Brix) kam überraschend. Bedauern Sie, dass Atzorn die Rolle an den Nagel gehängt hat?

Ich habe großen Respekt davor, dass Robert Atzorn so konsequent seine Schauspielerkarriere beendet hat. Es waren ja nicht nur acht Filme, die wir zusammen auf Sylt gedreht haben, es waren auch viele gemeinsame Jahre, die wir dadurch beruflich miteinander verbracht haben. Robert ist ein glanzvoller Mensch. Und mit 73 Jahren so unglaublich fit. Ich hatte bei den Dreharbeiten auf Sylt mehr Probleme als er, die Dünen hochzukommen.

Krimis gibt es wie Sand am Meer. Was macht "Nord Nord Mord" aus?

Die Landschaft natürlich, die feine Humorfarbe und eine gewisse Leichtigkeit trotz der Ernsthaftigkeit aller Ermittlungen.

Was zeichnet Ihren neuen "Chef", Hauptkommissar Carl Sievers, aus?

Als Figur ist Sievers eine Herausforderung: ziemlich spröde, aber ein akribischer, aufrichtiger Polizist. Er hadert viel, trägt einige Geheimnisse mit sich herum.

Wie kommt Ihre Figur, der Hinnerk Feldmann, mit seinem neuen Boss klar? Immerhin hatte er sich ja Hoffnung auf den Posten gemacht ...

Feldmann findet "den Neuen" total komisch und vor allem ziemlich unnötig. Er hat sich verändert, ist tougher geworden und muss sich nicht mehr ständig vor Dritten produzieren.

Finden die Herzen von Feldmann und Kommissarin Behrendsen endlich zusammen?

Leider blieb Feldmann das Glück bislang versagt. Die Spannung bleibt also erhalten.

Genießen Sie es, in die Rollen anderer zu schlüpfen?

Ja klar! Der Drang, sich komplett auf links zu drehen, ist einer der Gründe, warum ich Schauspieler geworden bin.

Sie sind erfolgreich, haben eine Tochter und mit Yvonne Catterfeld einen gemeinsamen Sohn. Wie bekommen Sie den Alltag gestemmt?

Wie Millionen andere auch, selbst wenn wir keinen "9 to 5"-Job haben. Aber wenn wir da sind, sind wir für die Familie da.