ZDF-Dokureihe

"Terra X" erforscht Geheimnisse auf dem Meeresgrund

von Andreas Schoettl

Etwa drei Millionen Schiffswracks liegen rund um den Globus auf dem Meeresgrund. Sie stellen mitunter eine Bedrohung dar, müssen aber auch geschützt werden, wie eine "Terra X"-Reportage zeigt.

ZDF
Terra X: Geheimnisse auf dem Meeresgrund
Dokumentation • 11.08.2019 • 19:30 Uhr

Helgoland gilt allgemein als die "einzige Hochseeinsel Deutschlands". Wenn diese Beschreibung im geografischen Sinn so auch nicht unbedingt stimmt, Fakt ist, vor dem Eiland in der Nordsee liegen gleich vier deutsche Kriegsschiffe auf Grund. Sie sanken dort in einem Seegefecht im August 1914. Im Film von Nanje Teuscher und Iris Gesang, der nun im Rahmen von "Terra X" im ZDF gezeigt wird, taucht der Unterwasser-Archäologe Florian Huber zu ihnen hinab.

Und Huber warnt: "Plünderer sind eine Bedrohung." Erst kürzlich hätten Wrackräuber aus den Niederlanden die "SMS Mainz" nicht nur ausgeraubt, so der Forscher. "Auch wurde die Totenruhe der Seeleute gestört."

Hubers Einsatz zeigt indes Erfolge. Die Bundespolizei hat die gestohlenen Artefakte von der "SMS Mainz" bei den niederländischen Plünderern entdeckt und beschlagnahmen lassen. Die Objekte vom Meeresgrund werden derzeit in Dresden restauriert.

Nach Helgoland führte die spannende Reportage im Rahmen von "Terra X" zudem noch in die Südsee-Inselwelt von Chuuk Lagoon und vor Mauritius. Dort im Südwesten des Indischen Ozeans erforscht Huber die Geschichte der "Saint Géran". Das Schiff zerschellte am 17. August 1744 an einem Riff. Dessen Geschichte wurde in dem Roman "Paul et Virginie" von Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre verewigt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst
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