Ellen Page

Jung, clever, attraktiv und erfolgreich: Ellen
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Jung, clever, attraktiv und erfolgreich: Ellen Page in "Inception"
Ellen Philpotts-Page
Geboren: 21.02.1987 in Halifax, Nova Scotia, Kanada

Sie war 20 Jahre alt, als der Streifen in die Kinos kam, der sie über Nacht bekannt machte: "Juno", die heiter-satirische Komödie über eine 16-jährige High-School-Schülerin, die ungewollt schwanger wird und auf unkonventionelle Art und Weise das "Problem" selbst in die Hand nimmt. Für das gute Drehbuch von Diablo Cody gab es 2008 den Oscar, für ihre schauspielerische Leistung erhielt Ellen Page eine Oscar-Nominierung, ging aber leer aus und musste zuschauen, wie Marion Cotillard die Trophäe überreicht bekam. Jene Marion Cottilard, mit der Ellen Page 2010 in "Inception" zu sehen war.

Der Begriff des Kinderstars fällt gerne, wenn junge Schauspieler bereits in frühen Jahren Erfolge vorweisen können. Er passt bei Ellen Page nur bedingt. Zwar begann sie ihre Karriere bereits im Alter von zehn Jahren, doch hielt sie sich meist im Hintergrund und entwickelte ganz und gar keine Starallüren, wie man sie etwa von einer Lindsay Lohan gewöhnt ist. Ihre erste große Rolle übernahm Ellen Page 1997 im Pilotfilm "Wenn der Mond zur Sonne wird" zur kanadischen Fernsehserie "Pit Pony". Und auch in der Serie schlüpfte sie fast 30 Folgen in die Rolle der Maggie MacLean, was ihre zahlreiche Nominierungen für Film- und Fernsehpreise einbrachte. Dank der Tatsache, dass die Serie im Nova Scotia um 1900 spielte, konnte die Nachwuchsdarstellerin in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und weiterhin die Schule im kanadischen Halifax besuchen.

Bevor sie 2006 mit einer Rolle in "X-Men: Der letzte Widerstand" ihre erste Beteiligung an einem Blockbuster vorweisen konnte, blieb Ellen Page mit Fernsehproduktionen und Independent-Filmen präsent. Nach "Pit Pony" folgten Auftritte in den TV-Serien "Trailer Park Boys" (2001/2002) und "Rideau Hall" (2002), darüber hinaus agierte sie äußerst erfolgreich in dem kanadischen Drama "Marion Bridge" (hierfür erhielt sie den ACTRA Maritimes Award), 2003 sah man sie neben Michael Ontkean in "Ghost Cat" und in Scott Simpsons Komödie "Touch & Go". 2004 übernahm sie in Alison Murrays Independent-Film "Mouth to Mouth" die Rolle der Sherry Green. Außerdem glänzte sie in "Hard Candy" durch ihre Darstellung der Hayley Stark, eine 14-Jährige, die beim Chat im Internet einen Pädophilen kennen lernt und von ihm in dessen Zuhause gelockt wird, wo sich ein Katz- und Maus-Spiel entwickelt. In der Öffentlichkeit wurde der Film kontrovers diskutiert, außerdem sorgte er auf Robert Redfords Filmfestival von Sundance für Aufsehen.

Nach Brett Ratners "X-Men: Der letzte Widerstand" war sie nicht mehr nur eingeweihten Kinogängern und aufmerksamen Produzenten ein Begriff. Die neue Bekanntheit brachte ihr die Rolle der Sylvia Likens in "An American Crime" (2007) an der Seite von Catherine Keener ein. Das Kriminaldrama basiert auf einem Kriminalfall, der 1965 in den USA für großes Aufsehen und entsprechende Schlagzeilen sorgte: Die Pflegemutter Gertrude Baniszewski sperrte die junge Sylvia Likens in den Keller und quälte sie dort auf grausame Art zu Tode. Ähnlich wie "Hard Candy" sorgte auch dieser Film für kontroverse Diskussionen. Im gleichen Jahr übernahm Ellen Page die Hauptrolle in der Low-Budget-Produktion "The Tracey Fragments", wofür sie auf dem Atlantic Film Festival mit dem "Canadian Award" als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde und darüber hinaus den "Vancouver Film Critics Circle Award" erhielt. Nach dem Überraschungserfolg "Juno", der einen regelrechten Preisregen für die junge Kanadierin mit sich brachte, folgte Kari Skoglands "The Stone Angel", ein Jahr später sah man sie neben Sarah Jessica Parker und Dennis Quaid in der Komödie "Smart People".

In einer Original-Folge von "Die Simpsons" lieh Ellen Page dem Popsternchen Alaska Nebraska - eine Parodie auf Hannah Montana - Der Film - ihre Stimme. Außerdem sah man sie 2009 neben Juliette Lewis, Marcia Gay Harden und Kristen Wiig in Drew Barrymores Regie-Debüt "Whip It". Anschließend drehte sie an der Seite von Cillian Murphy den Thriller "Peacock" und auch für Christopher Nolans Sciencefiction-Action-Streifen "Inception" stand sie gemeinsam mit dem irischen Darsteller vor der Kamera. Neben ihm und Leonardo DiCaprio, Marion Cotillard, Joseph Gordon-Levitt und Ken Watanabe. Der futuristische Thriller war erneut ein Erfolg für die sympathische, 1,52 große Jungdarstellerin. Am Premierenwochenende spielte der Film 60,4 Millionen US-Dollar ein und landete direkt auf Platz eine der US-Kinocharts. Da verwundert es niemanden, dass Entertainment Weekly der bodenständigen Kanadierin eine große Karriere voraussagt.

Weitere Filme und Serien mit Ellen Page: The Wet Season" (Kurzfilm, 2002), "Homeless to Harvard: The Liz Murray Story", "Sturz ins Verderben", "Love That Boy" (alle 2003), "Winston, der Internetgeist", "Wilby Wonderful", "ReGenesis" (TV-Serie, alle 2004), "Roller Girl" (2009), "To Rome With Love", "The East" (beide 2012), "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" (2014).

Foto: Warner


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