Michael A. Grimm

Michael A. Grimm als Max Brunner in der
bayerischen Kult-Serie "Dahoam is Dahoam" Vergrößern
Michael A. Grimm als Max Brunner in der bayerischen Kult-Serie "Dahoam is Dahoam"
Michael Alexander Grimm
München, Deutschland
Sternzeichen: Steinbock

Man kennt sein Gesicht und seinen Namen besonders aus TV-Serien, doch auch in TV- und Kinofilmen wird er gern besetzt: der 1970 in München geborene Michael A. Grimm. In mehr als 400 Episoden spielte er seit 2007 den Max Brunner in der bayerischen Kult-Serie "Dahoam is Dahoam", die er 2009 verliess, um in Amerika eine Weißwurstproduktion aufzubauen. Sehr populär ist auch sein Kriminalhauptkommissar Tobias Hartl in "Die Rosenheim-Cops" (2004-2013), seine diversen Auftritte in der TV-Serie "Kanal fatal" (2007-2010), sein Konrad Wöhrl in einigen Folgen der "Lindenstraße" (2005-2008), sowie sein Moritz Maiberger in "Forsthaus Falkenau" (2005-2008).

Bevor Grimm als Schauspieler Karriere machte, versuchte er sich als Taxifahrer, auf dem Bau und als Wohnung-Anstreicher. Was blieb - auch nach seinen Auslandsaufenthalten in London und New York? Die Erkenntnis, dass nur die Schauspielerei sein Berufs- und Lebensinhalt sein kann! Also ging er an die Bayerische Filmakademie und ließ sich an der Bayerischen Theaterakademie München ausbilden, die er schließlich 1998 als Diplom-Schauspieler abschloss. Doch schon seit 1994 stand Grimm bereits auf der Theaterbühne, so etwa als König Behringer in "Der König stirbt" am Theater im Hansa, München, und in den Folgejahren am Bayerisches Staatsschauspiel, so etwa als P. Gonzales in "Endstation Sehnsucht" (1999), als Warren in "Einer flog über's Kuckucksnest" (2000) oder in Schillers "Wallenstein" (2001). Im gleichen Jahr sah man Grimm am Staatstheater Kassel als Dr. Faust in "Faust - Frühe Fassung", 2002 war er der Marc Aurel in "Limes Marc Aurel" und D. Heßling in "Der Untertan". Seit 2004 ist grimm freischaffender Darsteller und war unter anderem am Schauspiel Frankfurt und am Schauspiel Düsseldorf zu bewundern.

Neben seiner Theaterarbeit erhielt Grimm seit Mitte der Neunzigerjahre vermehrt Rollenangebote für Film und Fernsehen. So sah man den Mimen bereits 1995 in Norbert Kückelmanns Kriminalfilm "Alle haben geschwiegen", Nikolaus Stein von Kamienski besetzte ihn in seiner missratenen Komödie "Still Movin'" (1997), und im Jahr 2000 gehörte er zum Cast von Jo Baiers hervorragend inszenierten und gespielten Gesellschaftsdrama "Wambo". So war es schließlich nur noch eine Frage der Zeit, dass Grimm auch in der erfolgreichsten deutschen Krimireihe "Tatort" zu sehen war, und zwar 2003 als Polizeibeamter an der Seite der beiden Münchner Ermittler Miroslav Nemec und Udo Wachtweitl in "Tatort - Im Visier". Dies war der Auftakt einer langjährigen Zusammenarbeit, in der Grimm zwar in kleinen, aber feinen Rollen seine Schauspielkunst zeigen konnte. So war er in "Tatort - Nur ein Spiel" (2005) der Hauswart Stöckl, in "Tatort - Außer Gefecht" (2006) gab er den Liftmechaniker Castorf, "Tatort - Kleine Herzen" (2007) zeigte ihn als Vater der tatverdächtigen Janina Stopper und in "Tatort - Gestern war kein Tag" (2011) verkörperte er den Georg Weingärtner.

Seine erste wichtige internationale Rolle spielte Grimm 2005 als deutscher Soldat neben Diane Kruger und Benno Fürmann in Christian Carions Drama "Merry Christmas", einen Amokläufer gab er in Krimi "Kommissarin Lucas - Das Verhör" (2005) und in der Krimikomödie "Alma ermittelt - Tango und Tod" (2006) gehörte Grimm zu der prominenten Besetzung um Christiane Hörbiger, Katharina Böhm und Michael Gwisdek. In die Rolle eines LKW-Fahrers schlüpfte er ebenfalls 2006 für Hans Sebastian Steinbichlers Drama "Winterreise mit Josef Bierbichler und Sibel Kekilli, nachdem er zuvor in dem Kinderkrimi "TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine" (2006) einen Wachmann verkörperte hatte. Ebenfalls ins Jahr 2006 fällt mit Dominik Grafs Regiearbeit "Polizeiruf 110 - Er sollte tot" Grimms erster Auftritt in einem "Polizeiruf 110"-Krimi, dem 2009 und 2012 mit "Polizeiruf 110 - Endspiel" und "Polizeiruf 110 - Schuld" zwei weitere Gastspiele folgten.

Auch 2009 entstand Rainer Kaufmanns Krimidrama "In aller Stille", in dem Grimm den Vater eines kleinen, scheinbar misshandelten Jungen spielt, der eines Tages spurlos verschwindet … Einen Staatsanwalt spielte er dagegen in Michael Schneiders Kriminalfilm "Die Tote ohne Alibi" (2011), während er in dem Thriller "Mord in Ludwigslust" (2011) den Ehemann einer ermordeten Frau verkörperte. Und in Sherry Hormann Kinodrama "3096 Tage" um den Fall der Österreicherin Natascha Kampusch sah man den Mimen einmal mehr in einer seiner Paraderollen - als Polizeibeamten. Multitalent Grimm ist jedoch auch in der Musik zu Hause: Er absolvierte eine klassische Ausbildung zum Bassbariton, hat Erfahrung als Leadsänger einer Rockband, spielt E-Bass, Gitarre und Violoncello. Und um sich fit zu halten, betreibt er fernöstliche Kampfsportarten wie Aikido und die japanische Schwertkampfkunst Iaid.

Weitere Filme und Serien mit Michael A. Grimm: "Explodiert" (1997), "Der Nebelmörder - Schatten über der Stadt", "Zwei Brüder - Mörderische Rache" (beide 1999), "Hawaiian Gardens", "Himmlische Helden", "Es geht nicht immer nur um Sex" (alle 2000), "Im Namen des Herrn" (2003), "Mathilde liebt", "Das beste Jahr meines Lebens" (beide 2005), "Schwere Jungs", "Zwei Engel für Amor" (Serie, beide 2006), "Der Bulle von Tölz - Feuer und Flamme", "Tango zu dritt" (beide 2007), "Familie Sonnenfeld" (Serie, 2007/2008), "Dr. Hope - Eine Frau gibt nicht auf", "Crashpoint - 90 Minuten bis zum Absturz" (beide 2009), "Die Tochter des Mörders", "Blond bringt nix", "Um Himmels Willen" (Serie, alle 2010), "Der letzte Bulle" (Serie), "Das Duo - Tödliche Nähe" (beide 2011), "München 7" (Serie), "Das Wunder von Merching", "Frühlingskinder", "Der Cop und der Snob" (Serie, alle 2012), "Der Kriminalist" (Serie, 2013).

Foto: BR/Marco Orlando


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