München im Föhn. Ein schöner Tag auch für Ben Barthels (Jan Gregor Kremp) - denn nach zwölf Jahren, die er wegen geplanten Mordes abgesessen hat, wird er endlich aus dem Gefängnis entlassen. Peter Thaler, der ihn damals überführte und hinter Gitter brachte, weiß von der bevorstehenden Freilassung, aber das ist momentan sein geringstes Problem. Sein wirkliches Problem heißt Dr. Keindel (Ulrich Gebauer), ein ehrgeiziger Überflieger, der ihm und Elise als Hauptabteilungsleiter vor die Nase gesetzt wird und der von Anfang an keinen Zweifel daran aufkommen lässt, dass er Peter das Polizistenleben so schwer wie möglich machen wird. Aber auch privat hat das Leben für Peter eine unangenehme Überraschung parat. Als er nach dem Dienst heimlich seine ehemalige Geliebte Dagmar (Leonie Thelen) wieder sieht, die ihn um ein Treffen gebeten hatte, findet er sie gefesselt an den Rollstuhl vor. Die ärztliche Diagnose ist erschütternd: Knochenkrebs im letzten Stadium. Dagmar weiß, dass sie in Kürze sterben wird, und da sie allein ist, bittet sie Peter inständig, ihr in diesen letzten Wochen, die sie in einem Sterbehaus der Hospizbewegung verbringen wird, beizustehen. Peter ist erschüttert, aber zu allem bereit. Trotzdem bringt er es nicht fertig, Elise von seinen jetzt regelmäßig stattfindenden Besuchen bei seiner Ex-Geliebten Dagmar zu erzählen. Derweil sinnt Ben Barthels auf Rache und nutzt die neue Freiheit umgehend, um Peter und die gesamte Thaler-Familie systematisch auszuspionieren. Peter fühlt sich bedroht und verfolgt - hat aber gegen den cleveren Barthels nichts in der Hand. Außerdem steht er unter dem täglichen Druck seines neuen Vorgesetzten, mit dem es zu einer lautstarken Auseinandersetzung im Präsidium kommt. Da trifft es sich gar nicht gut, dass bei einem Einbruch in seinen Dienstwagen seine Polizeiwaffe gestohlen wird. Dabei beginnt der Albtraum für Peter erst jetzt richtig: Kriminaloberrat Dr. Keindel wird tot in den Isarauen aufgefunden. Die Tatwaffe ist die Dienstwaffe von Peter und trägt nur Fingerabdrücke von ihm. Da Peter ein Motiv hat und wegen seinen Heimlichkeiten mit Dagmar auch erhebliche Alibiprobleme, wird er unter dringendem Mordverdacht festgenommen, ins Gefängnis gebracht, das Barthels zuvor verlassen hat und angeklagt. Familie Thaler ist erschüttert - Mutter Thaler ruft den Familienrat zusammen. Und Christoph beschließt, sein Amt als Staatsanwalt vorübergehend ruhen zu lassen und seinen Bruder als Anwalt zu verteidigen. Ein fast hoffnungsloses Unterfangen, denn Dagmar, die ihn mit einem Alibi entlasten könnte, stirbt kurz darauf, und dem trickreichen Barthels kommt man nur schwer auf die Spur. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit - vor Gericht und auf der Suche nach dem wahren Mörder.