Brigitte Hobmeier

Langeweile pur! Brigitte Hobmeier (vorn) und
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Langeweile pur! Brigitte Hobmeier (vorn) und Jessica Schwarz
Brigitte Hobmeier
Geboren: 02.03.1976 in München, Deutschland

Sie gehört zur ersten Garde unter Deutschlands Theaterdarstellerinnen und hat sich auch auf Leinwand und im Fernsehen einen Namen als Charakterdarstellerin gemacht: Brigitte Hobmeier, die während ihres Schauspielstudiums an der Folkwang Hochschule in Essen von Regisseur Peter Stein entdeckt wurde. Dieser holte sie in sein Faust-Ensemble und in dem Faust-Marathon zur Expo 2000 spielte Hobmeier gleich 16 (!) Rollen.

Nach Engagements am Landestheater Neuss und am Düsseldorfer Schauspielhaus kam die rotgelockte "Venus von Ismaning" (Kultur Spiegel) 2002 bis 2005 als festes Mitglied ins Ensemble des Münchner Volkstheaters. Seit 2005 gehört sie zum Ensemble der Münchner Kammerspiele, wo sie u.a. als Elisabeth in Horvaths "Glaube, Liebe, Hoffnung", als Maria Braun in der Adaption des Fassbinder-Films und Gudrun Ensslin in Jelineks "Ulrike Maria Stuart" Erfolge feierte.

Ihre erste Filmrolle spielte Brigitte Hobmeier 2000 in Tomasz Thomsons gelungenem Regiedebüt, dem Drama "Stiller Sturm", in der sie die lebenslustige Freundin der lethargischen Anna alias Jana Thies gab. Als Filmtochter von Ulrike Kriener sah man sie hingegen in Connie Walthers Tragikomödie "Und tschüss, ihr Lieben" (2002). Die nächsten Rollen folgten 2003: Das Drama "Wir", eine Reflektion über die Wünsche und Sehnsüchte junger Erwachsener und gleichzeitig das Kinoregiedebüt des in Bonn geborenen Regisseurs und Autors Martin Gypkens, ist durchaus sehenswert. Ihre erste Hauptrolle spielte Brigitte Hobmeier in Sören Voigts ungewöhnlichen Krimidrama "Identity Kills", für das kein zusammenhängendes Drehbuch vorlag. Vielmehr wurden für die einzelnen Szenen, die mit DV aufgenommen wurden, nur Überschriften verfasst, die als Leitfaden für die Darsteller dienten, der Rest ist reine Improvisation.

2006 sah man sie in dem Drama "Winterreise", in dem Brigitte Hobmeier an der Seite von Josef Bierbichler und Hanna Schygulla zu bewundern war. Ein Thriller war hingegen "Tod einer Freundin" (2006) von Diethard Klante und in dem Episodendrama "Nichts als Gespenster" (wieder unter der Regie von Martin Gypkens) machte Birgitte an der Seite von Jessica Schwarz zwar eine gute Figur, konnte damit das schlappe Werk nach den als unverfilmbar geltenden Erzählungen von Judith Hermann nicht retten. Das gleiche gilt übrigens für Marcus H. Rosenmüllers Historienabenteuer "Räuber Kneißl" (2008) mit Maximilian Brückner: Brigitte Hobmeier gibt wie immer eine überzeugende Vorstellung, doch wie kann sie gegen eine alberne Mischung aus Liebesgeschichte, Abenteuer, Fakten und Komödienstadl ankommen?

Zu Brigitte Hobmeiers zahlreichen Auszeichnungen gehören der Kulturstern 2003 der Münchner Abendzeitung, der Musenkuss der Süddeutschen Zeitung, der Münchner Merkur Theaterpreis 2003, der Max-Ophüls-Förderpreis und die Wahl zur besten Schauspielerin beim Filmfestival von Mexiko 2004 für ihre Rolle in "Identity Kills". Ebenfalls 2004 wurde sie mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. In der Spielzeit 2006/2007 erhielt sie den Förderpreis des Vereins zur Förderung der Münchner Kammerspiele. Für ihre Rolle in "Glaube, Liebe, Hoffnung" an den Münchner Kammerspielen wurde sie mit dem "Faust" als beste Schauspielerin geehrt. Eine Paradevorstellung ihrer Schauspielkunst gab sie auch 2009 auch in "Die Hebamme - Auf Leben und Tod" als Titel gebende Hebamme, die sich im Tirol des 18. Jahrhunderts mit den Vorurteilen der Männer auseinandersetzen muss.

Weitere Filme mit Brigitte Hobmeier: "Raunacht", "Tatort - Das Lächeln der Madonna" (beide 2005), "Weiße Lilien" (2007), "Tatort - Häschen in der Grube", "Die Perlmutterfarbe" (beide 2008), "Tannöd", "Hanna und die Bankräuber" (beide 2009), "Tatort - Die Unmöglichkeit, sich den Tod vorzustellen", "Papa allein zu Haus" (beide 2010), "Sommer in Orange" (2011), "Was machen Frauen morgens um halb vier?", "In den besten Familien", "Ende der Schonzeit" (alle 2012), "Wer hat Angst vorm weißen Mann?" (2013).

Foto: Senator


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