In naher Zukunft lebt die eher scheue Hannah in Neustadt, einem Ort, der komplett überwacht wird. Da sie unter den Gewaltausbrüchen ihres Freundes leidet, zieht sie in die Wohnung einer Selbstmörderin. Als Bekannte von ihr spurlos verschwinden, wird sie verdächtigt. Die seelische Belastung droht ihren Verstand zu zerstören. Zum Glück gibt es noch ihre Freundin Anna, die sich auch als scharfe Gegnerin des herrschenden Systems herausstellt...

Christian Frosch hat schon immer sperrige bis idiotisch verquaste Filme ("Sisi auf Schloss Gödöllö", "Die totale Therapie", "K.af.ka fragment") inszeniert, die zu Recht fast schon der Vergessenheit anheim fielen. Auch diesmal will er sich als Gesellschaftskritiker profilieren, liefert aber lediglich eine hochstilisierte Soße aus Genre-Versatzstücken, die entfernt an Geschichten von George Orwell, Philip K. Dick und ähnlich gelagerte futuristische Verschwörungsthriller erinnern - ohne aber deren Klasse ansatzweise zu erreichen. So sieht das Ganze eher wie eisig-grausige Apartementblock-Tristesse und weniger wie ein Zukunftsthriller aus.

Foto: Neue Visionen