Ralf Huettner

Lesermeinung
Geboren
29.11.1954 in München, Deutschland
Alter
67 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Der Regisseur und Drehbuchautor Ralf Huettner studierte von 1981 bis 1985 an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München. Nach seinem Abschlussfilm "Marilyn" begeisterte er 1987 die Kritiker mit "Das Mädchen mit den Feuerzeugen". Nach seiner nächsten Kinoarbeit, dem atmosphärisch dichten Horrorfilm "Der Fluch" (1987) entwickelte Huettner sich zu einem der vielseitigsten Komödien-Regisseure der deutschen Film- und Fernsehszene.

Sein erster Ausflug ins leichte Fach, die gefeierte Politsatire "Der Papagei" (1992) mit Harald Juhnke, schaffte sogar den eher seltenen Sprung vom Bildschirm auf die Leinwand. Ihr folgten die Leinwand-Debüts von zwei der kommerziell erfolgreichsten deutschen Komiker der Neunzigerjahre: Ralf Huettner inszenierte Helge Schneider in "Texas - Doc Snyder hält die Welt in Atem" (1993) und Tom Gerhardt in "Voll normaaal" (1994).

Gleich im Anschluss begann Huettner, der, wenn es ihm die Zeit erlaubt, auch Werbeaufträge übernimmt, die gemeinsam mit Dominic Raacke konzipierte TV-Serie "Um die Dreißig" (1995), eine selbstironische Bestandsaufnahme von Männern, Frauen und deren Problemen, die vielen aus ihrer Generation wie aus dem Herzen gesprochen war. Nachdem Ralf Huettner mit "Der kalte Finger" (1995) noch einmal einen stilistisch gewagten Psycho-Thriller inszeniert hatte, kehrten er und Raacke zu den Männerfreundschaften zurück. Gemeinsam schufen sie "Die Musterknaben" (1996), das mit naivem Charme in jedes Fettnäpfchen tretende Polizisten-Duo aus Köln.

Der erste von Huettner realisierte Film der geplanten Fernsehserie kam nach seinem sensationellen Publikumserfolg auf dem Filmfest München zunächst in die Kinos und machte die beiden Hauptdarsteller Oliver Korritke und Jürgen Tarrach zu Stars. Kein Wunder also, dass Huettner ein Jahr später mit "Die Musterknaben II" auch das ebenso erfolgreiche Sequal verwirklichte. 2002 folgte mit "Die Musterknaben - 1000 und eine Nacht" der dritte Teil.

Ein großer Erfolg gelang Huettner schließlich wieder mit "vincent will meer" (2010). Dank guter Darsteller und einer gelungenen Mischung aus tragischen und komischen Momenten ist dies immerhin ein deutscher Kinofilm, bei dem man nicht gleich fluchtartig den Saal verlassen will – auch wenn die Inszenierung eher an TV-Spielfilme erinnert. Huettner verfilmte das Originaldrehbuch von Hauptdarsteller Florian David Fitz, der mit viel Einfühlungsvermögen eindrucksvoll den Antihelden gibt und dafür 2011 mit dem Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus gab's den Deutschen Filmpreis in Gold für den besten Film.

Eine kleine TV-Rolle hatte Huettner - der bislang einzige - übrigens an der Seite seines Dauer-Partners Dominic Raake in dem Film "Auch Männer brauchen Liebe" (1998). Huettners weitere Regiearbeiten: "Mondscheintarif" (2001), "Reine Formsache" (2006), "Dr. Psycho" (2007), "Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen" (2008), "Kommissarin Lucas - Gierig" (2011).

Ralf Huettner im TV

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