Vincent leidet am Tourette-Syndrom und nach dem Tod der Mutter schiebt ihn sein Vater in eine Klinik ab, in der er den Umgang mit seiner Krankheit besser lernen soll. Dort findet Vincent bald Gefallen an der magersüchtigen Marie. Gemeinsam planen die beiden, aus der Klinik abzuhauen. Allerdings bekommt Vincent zwangsneurotischer Zimmergenosse davon Wind und damit sie dieser nicht verpetzt, müssen ihn die beiden mitnehmen. Im gestohlenen Auto geht es Richtung italienische Mittelmeerküste. Doch der Trip wird immer chaotischer, zumal Vincents Vater und die Anstaltsleiterin dem ungleichen Trio auf den Fersen sind ...

Dank guter Darsteller und einer gelungenen Mischung aus tragischen und komischen Momenten ist dies immerhin ein deutscher Kinofilm, bei dem man nicht gleich fluchtartig den Saal verlassen will – auch wenn die Inszenierung eher an TV-Spielfilme erinnert. Regisseur Ralf Huettner ("Die Musterknaben") hat schon in der Vergangenheit bewiesen, dass er durchaus humorvolle Geschichten erzählen kann. Diesmal stammt das Originaldrehbuch von Hauptdarsteller Florian David Fitz, der hier mit viel Einfühlungsvermögen eindrucksvoll den Antihelden gibt und dafür 2011 mit dem Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus gab's den Deutschen Filmpreis in Gold für den besten Film.

Foto: Constantin