Anthony Quinn

Hollywood-Star Anthony Quinn Vergrößern
Hollywood-Star Anthony Quinn
Anthony Rudolph Oaxaca Quinn
Geboren: 21.04.1915 in Chihuahua, Mexiko
Gestorben: 03.06.2001 in Boston, Massachusetts, USA

Der Sohn einer Mexikanerin und eines Iren wurde nicht müde, der Welt zu beweisen, dass er Pfeffer im Blut hat. Er gefiel sich nicht nur auf der Leinwand als temperamentvolles Mannsbild, welches das Leben zu nehmen weiß, sondern war auch privat als Vater von 13 Kindern aus drei Ehen und mehreren Liebesbeziehungen immer für eine Schlagzeile gut.

Die Figur des "Alexis Sorbas" (1964) war ihm auf den Leib geschrieben. Er verkörperte den unbändigen Griechen meisterlich und wurde dafür als bester Darsteller für einen Oscar nominiert, nachdem er für seine (Neben-)Rolle des Bruders des mexikanischen Volkshelden Zapata in Elia Kazans "Viva Zapata" bereits 1952 ausgezeichnet wurde.

Aufgewachsen in den USA kam der zwischenzeitliche Boxer und Taxifahrer 1936 zu seinem Bühnen- und Filmdebüt. Anthony Rudolph Oaxaca Quinn spielte bis Anfang der 50er Jahre meist in Nebenrollen den fremden Bösewicht oder blutrünstigen Indianer. 1943 drehte er den Western "Ritt zum Ox-Bow", 1947 "Sindbad, der Seefahrer". An diesem verhaltenen Karrierestart änderte auch die Heirat (1937) mit der Adoptivtochter von Regisseur Cecil B. DeMille nichts. So stand Quinn mit seinem anderen Bein noch auf der Bühne (Broadway-Debüt 1947) und kam als Stanley Kowalski in Kazans Tournee-Theater "Endstation Sehnsucht" zu Erfolgen. Sie beflügelten seine Filmkarriere.

1954 gelang ihm in Italien unter Federico Fellini als fahrender Straußengaukler Zampano in dem Filmklassiker "La Strada - Das Lied der Straße" ein umwerfender Erfolg neben der brillanten, 1994 verstorbenen Giulietta Masina. Für seine Darstellung des Malers Paul Gauguin in Vincente Minnellis "Vincent van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft" (1956) wurde Quinn einmal mehr mit dem (Nebenrollen-)Oscar ausgezeichnet. Und an der Seite von Gina Lollobrigida kennen viele Zuschauer Quinn auch als buckligen "Der Glöckner von Notre-Dame" (1956). Als verblendeter Ehemann und Schaffarmer in "Wild ist der Wind" (1957) kam Quinn wieder für einen Oscar in Betracht.

Seinem Regiedebüt "König der Freibeuter" war 1958 wenig Erfolg beschieden. In dem Kriegsfilm "Die Kanonen von Navarone" (1960) spielte Quinn einen griechischen Offizier des Widerstandes, 1962 erhielt er die Titelrolle in dem Bibelfilm "Barabbas". Als hakennäsiger Araber überzeugte Quinn mit wehendem schwarzen Umhang hoch zu Pferd in dem Filmklassiker "Lawrence von Arabien" (1962). Nach "Alexis Sorbas" (1964) spielte Quinn noch mehrere Male den Griechen. So war er etwa 1977 in "Der große Grieche" als Tankerkönig Theo Tomassis - gemeint war Onassis - zu sehen.

Quinn war seit dieser Zeit häufiger in TV-Produktionen und in Historienfilmen zu finden. 1977 als Kaiphas in dem Bibelfilm "Jesus von Nazareth". 1981 als Beduinenführer "Omar Mukhtar - Löwe der Wüste". In einigen Hercules-Fantasyspektakeln spielte Quinn den Göttervater Zeus. Zu seinem 75. Geburtstag wünschte er sich die Hauptrolle in der Hemingway-Neuverfilmung "Der alte Mann und das Meer" (1989). Bereits 1973 waren seine Memoiren erschienen: "The Original Sin".

Im August 1997 machte Anthony Quinn mit der Scheidung von seiner zweiten Frau Jolanda von sich reden, mit der er 31 Jahre lang verheiratet gewesen war und drei erwachsene Kinder hat. Vor der Scheidungsrichterin wurde schmutzige Wäsche gewaschen. Der zu dieser Zeit 82-jährige untreue Hollywoodstar soll bei Auseinandersetzungen seine Ehefrau verprügelt haben. Quinns erste Ehe war 1964 nach 27 Jahren zerbrochen. Mit seiner neuen Liebe, Quinns Sekretärin Kathy Benvin, hatte Anthony Quinn zwei weitere Kinder. Zwei seiner Söhne - Duncan und Francesco - sind ebenfalls Schauspieler geworden.

Weitere Filme mit Anthony Quinn:
  • Die Dreißigerjahre:
    "Der Held der Prärie" (1936) mit Gary Cooper und Jean Arthur, "Union Pacific" (1939) mit Barbara Stanwyck.

  • Die Vierzigerjahre:
    "Im Taumel der Weltstadt" (1940) mit James Cagney, "König der Toreros" mit Tyrone Power und Rita Hayworth, "Sein letztes Kommando" (beide 1941) mit Errol Flynn und Olivia De Havilland, "Der Seeräuber" (1943) mit Maureen O'Hara, "Buffalo Bill, der weiße Indianer" (1944), "Am Himmel von China" mit Randolph Scott, "Zwei schlagen zurück" (beide 1945) mit John Wayne, "Sindbad, der Seefahrer" (1947) mit Douglas Fairbanks Jr..

  • Die Fünfzigerjahre:
    "Der Rächer von Casamare" mit John Derek, "Frauen und Toreros" (beide 1951) mit Mel Ferrer, "Der Doppelgänger des Königs", "Gegen alle Flaggen", "Sturmfahrt nach Alaska" mit Gregory Peck, "Stadt unter dem Meer" (alle 1952), "Blutiger Süden", "Gefangene des Dschungels" mit Jeff Chandler, "Verwegene Gegner" mit Robert Taylor und Ava Gardner, "Seminola" (alle 1953), "Attila, die Geißel Gottes" (1954) mit Sophia Loren, "Die Nacht gehört uns", "Die sieben goldenen Städte", "Nackte Straßen" (alle 1955) mit Anne Bancroft, "Der Mann von Del Rio" (1956), "Der Ritt zurück", "Hitzewelle" (beide 1957) mit Shirley MacLaine, "Die schwarze Orchidee" (1958) wieder mit Sophia Loren, "Warlock" (1959) mit Richard Widmark und Henry Fonda.

  • Die Sechzigerjahre:
    "Das Geheimnis der Dame in Schwarz" (1960) mit Lana Turner, "Deine Zeit ist um" mit Gregory Peck und Omar Sharif, "Der Besuch" (beide 1963) mit Ingrid Bergman, "Im Reich des Kublai Khan" (1964) mit Horst Buchholz und Orson Welles, "Die Meute" mit Faye Dunaway, "Sturm über Jamaika" (1965), "Sie fürchten weder Tod noch Teufel" (beide 1966) mit Alain Delon und Claudia Cardinale, "Die 25. Stunde" mit Michael Redgrave, "Die Hölle von San Sebastian" (beide 1967) mit Charles Bronson, "In den Schuhen des Fischers" mit Laurence Olivier und Oskar Werner, "Teuflische Spiele" (beide 1968) mit Michael Caine und Candice Bergen, "Das Geheimnis von Santa Vittoria" mit Anna Magnani und Hardy Krüger, "Die Frau des Anderen" (beide 1969).

  • Die Siebzigerjahre:
    "Der Indianer" (1970) mit Shelley Winters, "Across 110th Street - Straße zum Jenseits" mit Anthony Franciosa, "Das Lied von Mord und Totschlag" (beide 1972), "Deaf Smith and Johnny Ears", "Der Don ist tot" (beide 1973), "Zwei Profis schlagen zu" (1975), "Das Erbe der Ferramonti" (1976) mit Dominique Sanda, "Pass des Todes" (1978) mit James Mason und Malcolm McDowell.

  • Die Achtzigerjahre:
    "Satisfaction" mit James Brolin, "Vier gegen Tod und Teufel" (beide 1981), "Kennwort Salamander" (1983) mit Martin Balsam, "Mein Geist will immer nur das Eine" (1988) mit Bo Derek, "Ein Leben für die Liebe" (1989).

  • Die Neunzigerjahre:
    "Eine gefährliche Affäre - Revenge" (1990), "Das teuflische Imperium" mit Christian Slater, "Jungle Fever", "Mama, ich und wir zwei" (alle 1991) mit John Candy und wieder Maureen O'Hara, "Last Action Hero", "Liebe ist nicht bloß ein Wort" (beide 1993) mit Katharine Hepburn, "Liebe bis zum Tod" (1994) mit Rosie Perez und Harvey Keitel und "Der Todeskuss der Cosa Nostra" (1996).

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