Dass Streamingdienst-Serien inzwischen den meisten Kinoproduktionen ebenbürtig sind, zeigen auch die Events rund um die Veröffentlichung. Neuestes Beispiel: die Amazon-Serie "The Marvelous Mrs. Maisel", die nun in Berlin auch hierzulande ihre Premiere feierte.

Anwesend war dabei neben Hauptdarstellerin Rachel Brosnahan auch die Produzentin Amy Sherman-Palladino, ihres Zeichens Schöpferin der gefeierten "Gilmore Girls". Mit Johanna Klum, Kai Wiesinger, Bettina Zimmermann, Luise Befort und Thomas Heinze gaben sich auch deutsche Promis die Ehre.

Die Eigenproduktion des Internetriesen, die auf Amazon Prime Video ab 29. November im Original und ab 26. Januar 2018 in der deutschen Synchronfassung abrufbar ist, handelt von der titelgebenden Frau Maisel, die sich in den 60er-Jahren aus dem engen Korsett der Geschlechterrollen befreit. Als einer der wenigen weiblichen Comedians muss sich die einstige Hausfrau und Mutter in einem sexistischen Geschäft herumschlagen. Die Comedy-Prouktion wurde nach Veröffentlichung des Pilots im Frühjahr von den Amazon-Kunden auserkoren, zur Serie zu werden.

Sexismus im Entertainmentgeschäft war angesichts der aktuellen "MeToo"-Kampagne auch am Rande der Premiere aktuelles Thema bei den Darstellern: Ob des öffentlich gewordenen Belästigungsskandals rund um Kevin Spacey sei sie "enttäuscht", sagte die ehemalige "House of Cards"-Darstellerin Brosnahan im Gespräch mit der Nachrichtenagentur teleschau. Sie selbst habe Spacey am Set jedoch kaum gesehen. Im Vergleich zu den 60er-Jahren habe sich zwar viel verbessert, so die 26-Jährige, doch für eine wahre Gleichbehandlung von Mann und Frau gäbe es noch einiges zu tun.


Quelle: teleschau – der Mediendienst