"Stralsund – Mörderische Verfolgung": Kritik zum 3sat-Krimi mit Katharina Wackernagel
Erst kürzlich musste das treue Publikum der ZDF-Krimireihe "Stralsund" einen schmerzlichen Verlust ertragen: Alexander Held, der als Kriminalhauptkommissar Karl Hidde ein fester Teil des Ensembles war, ist am 12. Mai nach kurzer Krankheit gestorben. Eingestiegen war Held seinerzeit im zweiten Film "Stralsund – Außer Kontrolle" aus dem Jahr 2010, den 3sat im Rahmen des "Krimisommers" am Donnerstag, 16. Juli, um 20.15 Uhr, wiederholt. Nun steht aber zunächst einmal der Reihenauftakt "Stralsund – Mörderische Verfolgung" (Regie: Martin Eigler) aus dem Jahr 2009 als Wiederholung bei 3sat auf dem Programm.
Im Büro einer Versicherung wird Susanne Winkler (Kirsten Block), Chefin der Stralsunder Polizei, Opfer einer Geiselnahme. Dies ist kein Zufall, hat sich Täter Wolf Broder (Alexander Scheer) Ort und Personal doch sehr genau ausgesucht. Winkler leitete einst die Ermittlungen gegen Broders Bruder Mischa (Harald Schrott), der wegen Betrugs an eben jener Versicherung samt Totschlag in Haft sitzt.
"Stralsund – Mörderische Verfolgung": Geiselnahme fordert Nina Petersen heraus
Mit der Polizeichefin und einigen Büroangestellten in seiner Gewalt fordert der überdrehte und gewaltbereite Broder die Freilassung seines Bruders, zwei Millionen Euro und Fluchtfahrzeuge. Schnell ist das Gebäude umstellt, die Scharfschützen sind in Position. Dennoch scheint der Täter zu allem entschlossen. Schaffen es die jungen Kommissare Nina Petersen (Katharina Wackernagel spielte die Rolle bis 2022) und Stefan Prinz (Janek Rieke), die heikle Situation ohne Blutvergießen zu managen?
"Stralsund – Mörderische Verfolgung" setzt ganz auf Tempo und das Hakenschlagen seiner Geschichte. Ein bisschen "24" auf Meck-Pomm, ein bisschen Lars Beckers "Nachschicht" minus Humor. Solides Handwerk, bei dem die Darsteller allerdings ein wenig unterfordert wirken. Zwar dürfen die Bösewichte ordentlich auf den Putz hauen, interessante Zwischentöne lässt das Buch von Sven Poser und Martin Eigler jedoch kaum zu. Den Zuschauer gefällt der Krimi aus Stralsund von Anfang an. Fünf bis sechs Millionen Fans waren bislang fast immer dabei.
Stralsund – Mörderische Verfolgung – Do. 09.07. – 3sat: 20.15 Uhr
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH