Cher

Cher geizt nicht mit den Reizen Vergrößern
Cher geizt nicht mit den Reizen
Fotoquelle: JStone/shutterstock.com
Cherilyn La Piere Sarkisian
Geboren: 20.05.1946 in El Centro, Kalifornien, USA

Mit Kostümen wie aus einem Beate-Uhse-Katalog - selbst Frauen fragen sich, wie sie in die mehr zeigenden als verhüllenden Teile reingekommen ist - rückte Cher sich ins öffentliche Rampenlicht. Dabei hätte es die versierte Schauspielerin und Sängerin zu keinem Zeitpunkt ihrer Karriere nötig gehabt, ihren chirurgisch perfektionierten Körper so zur Schau zu stellen. Offenbar muss die alternde Diva stets beweisen, dass sexy Rundungen nicht nur ein Privileg junger Frauen sind. Unvergessen ihr gemeinsamer Auftritt (1987) mit Blondschopf Brigitte Nielsen bei Thomas Gottschalks "Wetten, dass ... ?": Cher im durchsichtigen kurzen Schwarzen, darunter nur ein dunkler Tanga, der keine ihrer zahlreichen Tätowierungen ungesehen ließ. Die deutsche Nation schrie auf. Skandal!!

Erfolg an der Seite von Sonny

Cher weiß eben, wie sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen kann. Denn negative Schlagzeilen sind besser als gar keine.
Chers bürgerlicher Name lautet eigentlich Cherilyn La Piere Sarkisian und ist ein Produkt aus dem Nachnamen ihres leiblichen Vater John Sarkisian und ihres Adoptivvaters Gilbert La Piere. Bereits mit süßen 16 zog es Cher nach L.A. Dort traf sie Salvatore "Sonny" Bono, gründete mit ihm das Gesangs-Duo "Sonny & Cher" und landete mit ihm 1965 den Welthit "I Got You, Babe". Songs wie "The Beat Goes On" und "Bang Bang" ließen die beiden zu Hippie-Idolen der Sechzigerjahre aufsteigen. Ab 1967 wurde es um das Duo ruhiger. Ihr selbstproduzierter Film "Chastity" geriet 1969 zum Flop.

1971 konnten sie mit "All I Ever Need is You" ein kurzes Comeback feiern. Bald darauf trennten sich ihre Wege, beruflich wie privat. Cher heiratete den Blues-Sänger und Gitarristen Greg Allman ("Allman Brother"), doch die Ehe hielt nicht lange. Bereits ein Jahr später verließ die dunkelhaarige Schöne ihren Mann. In den Folgejahren sorgte Cher mit zahlreichen Affären und modischen Extravaganzen für spektakuläre Schlagzeilen.

Start ihrer Filmkarriere

Anfang der Achtzigerjahre startete Cher ihre filmische Karriere. Mit dem Off-Broadway-Inszenierung von Ed Gracyks "Komm' zurück, Jimmy Dean" (1982) geriet ihr ein schauspielerisches Glanzstück. Weitere Erfolge: das Anti-Atomkraft-Drama "Silkwood" (1983), das ihr eine Oscarnominierung und den Golden Globe für die beste weibliche Nebenrolle einbrachte. Ihre erste Hauptrolle war in Peter Bogdanovichs "Die Maske" (1985), in dem sie die Mutter eines behinderten Jungen mimte und bei den Filmfestspielen in Cannes einen Preis für ihr Können einheimste. Zwischen 1986 und 1988 spielte sie gleich in drei Filmen: in die "Die Hexen von Eastwick" mit Jack NicholsonMichelle Pfeiffer und Susan Sarandon, in "Suspect - Unter Verdacht" und im Komödienerfolg "Mondsüchtig", der ihr einen Oscar bescherte.

Auch musikalisch blieb Cher während ihrer Schauspielerei agil. Sie veröffentlichte u.a. die Alben "Black Rose" (1980), "Cher" (1987) "It's a Man's World" (1995). 1998 feierte sie mit dem Album "Believe" und dem gleichnamigen Single-Hit ein vielbeachtetes Comeback. Chers Ex-Ehemann Sonny Bono, um den es jahrelang recht still war, verunglückte am 5. Januar 1998 tödlich bei einem Skiunfall in Kalifornien. Der 62-Jährige, der zusammen mit Cher eine Tochter (Chastity) hat, prallte bei einer Abfahrt gegen einen Baum.

Weitere Filme mit Cher: "Meerjungfrauen küssen besser" (1990), "The Player" (1992), "Prêt-à-Porter", "Der Hochzeitstag" (beide 1995), "Haus der stummen Schreie" (1997),"Tee mit Mussolini" (1999), "Unzertrennlich" (2003), "Burlesque" (2010).


Zur Filmografie von Cherilyn La Piere Sarkisian
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