Lily Tomlin

Würde mit Jane Fonda (l.) gerne ihren "Chef umbringen": Lily Tomlin Vergrößern
Würde mit Jane Fonda (l.) gerne ihren "Chef umbringen": Lily Tomlin
Mary Jane Tomlin
Geboren: 01.09.1939 in Detroit, Michigan, USA

Als Gospelsängerin Linnea, Mutter von zwei taubstummen Kindern, wird sie bei ihrem ersten Filmauftritt in Robert Altmans "Nashville" (1975) enthusiastisch gefeiert: Lily Tomlin. Das Debüt bringt ihr eine Oscar-Nominierung und das Engagement an der Seite von Art Carney in "Die Katze kennt den Mörder" (1977). Ihr komisches Talent aber kann sie voll entfalten, wenn sie an der Seite von Jane Fonda und Dolly Parton in Colin Higgins' "Warum bringen wir eigentlich den Chef nicht um?" als Sekretärin ihren herrschsüchtigen Chef entführt.

Mary Jane Tomlin wächst in einfachen Verhältnissen auf. Obwohl die Lacherfolge bei ihren Auftritten im Schultheater immer wieder ihr komisches Talent vermuten lassen, will sie Medizin studieren. Nach ein paar Semestern bricht sie das Studium ab und tingelt mit einer kleinen, selbst erdachten Show durch die Caféhäuser. 1965 siedelt sie nach New York über, nimmt bei Peggy Feury Schauspielunterricht und kommt mit dem Fernsehen in Kontakt. Da ist sie bald beliebter Gast in mehreren Shows. Mit der überraschend innovativen und äußerst erfolgreichen TV-Show "Rowan & Martin's Laugh In", die seit ihrem Start im Januar 1968 ein Publikumshit war, ist sie 1970 - 73 jeden Montag auf dem Bildschirm zu sehen. Bald erweist sich Lily - wie sie sich jetzt nennt - als wahres Multitalent, sie spielt nicht nur, sondern schreibt auch selbst Texte für Shows, meist in Zusammenarbeit mit ihrer Kollegin Jane Wagner, mit der sie die brillante Broadway-Show "Die Suche nach Zeichen für intelligentes Leben im Universum" (1986) produziert (verfilmt 1991) und spielt.

Jane Wagner inszenierte bereits vorher fürs Kino mit ihr und John Travolta die seltsame Love Story "Von Augenblick zu Augenblick" (1978), . Ihr langes, scharf konturiertes Gesicht mit einem abwechselnd 'mal ernsten, 'mal Hilfe suchenden Ausdruck verleiht ihrer Komik eine ganz eigene Note. Für ihre eigenen Sketch-Sendungen erhält sie in den Jahren 1973 bis 1975 insgesamt vier Emmys und andere Preise, inzwischen hat sie - erfolgreich - auch damit begonnenen, selbst Tonträger aufzunehmen. Zur gleichen Zeit steht sie am Broadway mit ihren eigenen Shows auf der Bühne, in denen man sie beispielsweise als Rick sieht, der in der Bar der einsamen Herzen Anschluss sucht oder als 77-jährigen Jazzmusiker oder als das böse Kind Glenna. So begeistert sie ihr Publikum.

Auch im Kino dominiert immer mehr das komische Rollenfach, wenngleich Lily auch zu dramatischer Kunst befähigt ist. Man sieht sie als Partnerin von Steve Martin in dem umwerfend komischen Carl-Reiner-Film "Solo für Zwei" (1984) und als Partnerin der hinreißenden Bette Midler in Jim Abrahams' "Zwei mal Zwei" (1987).

Weitere Spielfilme mit Lily Tomlin: Joel Schumachers "Die unglaubliche Geschichte der Mrs. K." (1981), Woody Allens "Schatten und Nebel" (1991), "The Player" (1992), Penelope Spheeris' "Die Beverly Hillbillies sind los", Robert Altman's "Short Cuts", "Und das Leben geht weiter" (alle 1993), Wayne Wong und Paul Austers "Blue in the Face - Alles blauer Dunst" (1994), Harvey Millers "Schwer verdächtig", "Flirting With Disaster - Ein Unheil kommt selten allein" (beide 1996), "Jagabongo" (1998), "Tee mit Mussolini" (1999), "The Kid - Image ist alles" (2000), "Nix wie raus aus Orange County" (2001), "I Heart Huckabees" (2004), "Lucas, der Ameisenschreck" (Stimme), "Robert Altman's Last Radio Show" (beide 2006), "Ein Freund gewisser Damen - The Walker" (2007), "Navy CIS" (TV-Serie, 2011).


Alle Filme mit Mary Jane Tomlin

 

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