Karlheinz Hackl

Lesermeinung
Geboren
16.05.1949 in Wien, Österreich
Gestorben
01.06.2014 in Wien, Österreich
Sternzeichen
Biografie
Der vielseitige Regisseur und Burgschauspieler Karlheinz Hackl absolvierte nach dem Abitur sowohl ein Betriebswirtschaftsstudium als auch die Schauspielschule Krauss. In der Saison 1972/73 debütierte er am Wiener Theater der Courage. Nach einem ersten Vertrag am Theater in der Josefstadt war Hackl von 1974-1976 am Wiener Volkstheater engagiert. Von 1976-1978 gastierte Hackl am Thalia Theater Hamburg. Seit 1978 war der Schauspieler, der sich vor allem durch sein umfangreiches Repertoire auszeichnete, Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und avancierte dort zum Publikumsliebling.

Außerdem spielte Hackl unter anderem bei den Salzburger Festspielen sowie bei den Sommerfestspielen Reichenau. Mit Neil Simons "Brooklyn Memoiren" debütierte Karlheinz Hackl 1988 am Volkstheater Wien auch als Regisseur. Weitere Inszenierungen an diesem Theater folgten. Musicalerfolge feierte Hackl als Partner von Frank Hoffmann in "La Cage aux Folles" (Ein Käfig voller Narren) sowie als "Der Mann von La Mancha" an der Wiener Volksoper.

Neben seiner umfangreichen Bühnentätigkeit wirkte der gebürtige Wiener in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen mit. So spielte er etwa unter der Regie von Alan Pakula mit Meryl Streep und Kevin Kline in "Sophies Entscheidung" (1982) und an der Seite von James Mason und Maximilian Schell in Alexander Ramatis "Der Assisi Untergrund" (1984). 1985 stand Hackl für "Kein Cognac zum Abschied" und 1990 für "Arbeitersaga April 1945" vor der Kamera. Mit dem Regisseur Axel Corti arbeitete er bei den Fernsehfilmen "Der junge Freud" (1976), "Der Ehrentag" (1978) und "Radetzkymarsch" (1993) sowie bei dem Kinofilm "Welcome in Vienna" (1985) zusammen.

Mit Xaver Schwarzenberger drehte Hackl "Ein anderer Liebhaber" (1990) und "Duett" (1992), er spielte in "In uns die Hölle" (1995, Regie: Urs Egger) und in dem Fernsehfilm "Tödliches Geld". Ferner wirkte Karlheinz Hackl in der Fernsehserie "Das Ringstraßenpalais" mit und war in zahlreichen Fernsehkrimis zu sehen: "Tatort - Kesseltreiben" (1992), "Kommissar Rex" (1994), "Derrick" (1995), "Der Alte" (1999) und "Ein Fall für zwei" (2000). Seit 1996 unterrichtete Karlheinz Hackl als Professor am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Karlheinz Hackl starb im Juni 2014 im Alter von nur 65 Jahren an den Folgen einer langjährigen Gehirntumor-Erkrankung.

Weitere Filme mit Hackl: "Wohin und zurück - An uns glaubt Gott nicht mehr" (1982), "Mich wundert, dass ich so fröhlich bin" (1983), "Heldenplatz" (1989), "Der Schwierige" (1991), "Probieren Sie's mit einem Jüngeren" (2000), "Bobby", "Doppelter Einsatz - Blackout" (beide 2001), "Ausgeliefert" (2003), "Basta. Rotwein oder Totsein" (2004), "Der Todestunnel - Nur die Wahrheit zählt", "Die Entscheidung" (2005), "Romy" (2009), "Brand" (2010), "Der Chinese", "Die Wand" (beide 2011), "So wie du bist" (2012).

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