In Dänemark schon längst ein Superstar:
Nikolaj Lie Kaas (hier in "Kommissarin Lund - Das
Verbrechen III")
Fotoquelle: ZDF/Tine Harden

Nikolaj Lie Kaas

Lesermeinung
Geboren
22.05.1973 in Glostrup, Dänemark
Alter
49 Jahre
Sternzeichen
Biografie

In Dänemark ist Nikolaj Lie Kaas schon lange einer der ganz großen (und beliebten) Stars und der Schwarm vieler Frauen. Als Sohn des berühmten dänischen Schauspieler-Ehepaars Preben Klaas, der 1981 freiwillig aus dem Leben schied, weil er unheilbar krank war, und Anne Marie Lie, die sich sieben Jahre später ebenfalls das Leben nahm, stand - natürlich - die Frage im Raum, ob er ebenfalls Schauspieler werden würde.

Bereits mit 17 Jahren hat er diese Frage für sich beantwortet und stand erstmals vor der Kamera. Sein Debüt in Søren Kragh-Jacobsens "Die Jungen von St. Petri" war äußerst erfolgreich und brachte ihm sowohl den Robert als auch den Bodil (die beiden wichtigsten dänischen Filmpreise) ein.

Ausflug ins Kino

Trotz seines angeborenen Talentes besucht er die staatliche Theaterschule in Kopenhagen und studiert dort Schauspiel. Während des Studiums steht er für "Meine Kindheit auf Fünen", ein Film über den dänischen National-Komponisten Carl Nielsen, vor der Kamera und dreht unter der Regie von Lasse Spang Olsen "Davids bog". Außerdem steht er sowohl in klassischen, als auch experimentellen Rollen auf der Bühne. Experimentell ist auch der Ausflug ins Kino, den er 1998 in Lars von Triers Dogma-Film "Idioten" unternimmt. Doch trotz wackelnder Handkamera und schlechter Tonqualität kommen die Dogma-Filme beim Publikum und bei den Kritikern an und bringen Nikolaj Lie Kaas den zweiten Bodil in seiner Karriere ein.

Seit 1999 taucht er immer wieder in Gangster-Komödien auf, die zu den sogenannten "neuen dänischen Klassikern" gezählt werden und teilweise eine recht ähnliche Handlung haben. Trotz dieser parodistisch-satirischen Verbrecherfilme kann man Nikolaj Lie Kaas nicht in eine Schublade packen. Auch wenn das dänische Publikum ihn gerne auf die kurze Replik "Wir sind nur Köche" aus "In China essen sie Hunde" oder auf seinen ständig vollen Mund in "Flickering Lights" reduzieren will, so sind es doch Rollen wie in Åke Sandgrens "Ein richtiger Mensch" oder neben Mads Mikkelsen in Susanne Biers Erfolgsfilm "Open Hearts", in denen er durch seine eindrucksvolle Körpersprache und sein intensives Spiel überzeugt und beweist, dass er jenseits von Gaunerfilmen mit Slapstick-Einlagen sein Fach beherrscht. "Open Hearts" bringt dem damals 30-jährigen seinen dritten Bodil ein - ein Kunststück, das bisher keinem anderen dänischen Schauspieler gelungen ist.

Große Klasse in "Brothers - Zwischen Brüdern"

Neben Mads Mikkelsen sieht man ihn auch in den grotesken Komödien "Dänische Delikatessen" (2003) und "Adams Äpfel" (2005), außerdem steht Nikolaj Lie Kaas auch für "Old Men in New Cars" (2002) und "Stealing Rembrandt - Klauen für Anfänger" (2003) vor der Kamera. Seine ganz große Klasse beweist er erneut unter der Regie von Susanne Bier in deren mehrfach preisgekrönten Drama "Brothers - Zwischen Brüdern" (2004).

Doch nicht nur auf der Kinoleinwand und auf der Bühne ist er zuhause, sondern auch in Fernsehfilmen und -Serien, die aber selten ihren Weg über Dänemark hinaus finden. 2008 erhält auch das deutsche Fernsehpublikum endlich die Möglichkeit, sich vom Talent des beliebten Darstellers zu überzeugen. Neben Walter Sittler sieht man ihn in der Folge "Der Kommissar und das Meer - An einem einsamen Ort" der ZDF-Krimireihe "Der Kommissar und das Meer" rund um Mari Jungstedts Romane auf dem Bildschirm.

Weitere Filme und Serien mit Nikolaj Lie Kaas: "Mørklægning" (1992), "Jacobs liste" (1997), "Besessen", "Taxa" (TV-Serie), "Kajen mod vest" (alle1999), "Max", "Edderkoppen" (beide 2000), "Den Vægelsindede", "Hr. Boe & Co.'s Anxiety", "Jolly Roger", "De Udvalgte" (TV-Serie, alle 2001), "Unit One - Die Spezialisten" (TV-Serie), "Udvidelse af kampzonen" (beide 2002), "Reconstruction" (2003), "The Fairytaler" (Sprecher), "Der Sonnenkönig", "Todeshochzeit", "Allegro" (alle 2005), "Das Genie und der Wahnsinn", "The Half Life of Timofey Berezin" (beide 2006), "Danni" (Mehrteiler), "Bedingungslos" (beide 2007), "Kandidaten" (2008), "Illuminati" (2009), "Kommissarin Lund: Das Verbrechen" (2012), "Zweite Chance" (2014), "Kind 44" (2015).

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