Andreas (Nikolaj Coster-Waldau) und Simon (Ulrich Thomsen) sind nicht nur Kollegen, sondern auch beste Freunde. Die beiden Polizisten gehen seit Jahren gemeinsam durch Dick und Dünn, aber als Simons Ehe zerbricht, tauchen die ersten Schwierigkeiten auf. Er wird zum Einzelgänger, der seine freie Zeit betrunken in Bars mit leichtbekleideten Mädchen verbringt.

Als die beiden zu einem Einsatz gerufen werden und ein vernachlässigtes Baby eines drogensüchtigen Pärchens entdecken, kommt ein unheilvoller Stein ins Rollen: Weil Andreas' kleiner Sohn stirbt und seine Frau untröstlich ist, tauscht der verzweifelte Vater das Baby heimlich aus.

Die "Eltern" des toten Kindes verstecken aus Angst den Leichnam und geben eine Vermisstenmeldung auf - die von Andreas und Simon bearbeitet wird. Letzterer wundert sich immer mehr über das seltsame Verhalten seines Kollegen.

Expertin für schwierige Themen

Susanne Bier erhielt 2011 für ihren Film "In einer besseren Welt" einen "Golden Globe" sowie den "Oscar" als bester fremdsprachiger Film und holte damit den begehrten Goldjungen nach Dänemark. In dem Werk baute ein Junge, der sich von seinem stets abwesenden Vater nicht verstanden fühlte, mit einem Freund eine Bombe.

Ganz so explosiv geht es in der sechsten Zusammenarbeit von Bier und Drehbuchautor Anders Thomas Jensen zwar nicht her, aber die Geschichte über richtige und falsche Entscheidungen im Leben geht unter die Haut. Nikolaj Coster-Waldau und Ulrich Thomsen glänzen als Freunde, die moralische Grenzbereiche ausloten.