Tuva Novotny

Eine schöne Schwedin: Tuva Novotny in dem in
Dänemark produzierten Thriller "Kandidaten" Vergrößern
Eine schöne Schwedin: Tuva Novotny in dem in Dänemark produzierten Thriller "Kandidaten"
Tuva Moa Matilda Karolina Novotny
Geboren: 21.12.1979 in Stockholm, Schweden
Sternzeichen: Steinbock

Wer genau hinschaut, der erkennt die hübsche 1,64-Meter-Frau. Sie ist eine der schwedischen Schauspielerinnen, die es auch international in die Kinos und auf die Bildschirme geschafft hat. Und das bereits in jungen Jahren. Ihr Debüt gab sie 1996 in der schwedischen Kinderfernsehserie "Bullen", ein Jahr später stand sie für Daniel Alfredsons preisgekröntes und von der Kritik gelobtes Sozialdrama "Tic Tac" vor der Kamera. Zeitgleich erhielt sie eine durchgehende Rolle in der schwedischen Soap "Skilda världar" und war bis 1999 in mehr als 110 Folgen die Nora Strandberg.

Das Schauspieltalent wurde ihr in die Wiege gelegt. Ihre Mutter Barbro Hedström ist Schauspielerin und Bildhauerin, ihr Vater David Novotny ist tschechischer Regisseur. Tuva stand bereits als Kind auf der Theaterbühne. Darüber hinaus lernte sie klassisches Ballett. Sie wuchs bei Arvika in Värmland auf, kehrte später aber in ihren Geburtsort Stockholm zurück, wo sie am Gymnasium die Theaterlinie belegte und verschiedene Engagements am Theater hatte. Nach ihrem Ausscheiden aus der Daily-Soap "Skilda världar" ließ sie sich an einer Theaterschule in Tschechien ausbilden, brach diese Ausbildung jedoch ab. 2000 sah man sie - auch in Deutschland - als Saga Hansson in Johannes Runeborgs Psychothriller "Der Schlafwandler". Spätestens seit Josef Fares' heiterer Komödie, dem schwedischen Überraschungserfolg "Jalla! Jalla!", war sie auch für die deutschen Zuschauer eine Darstellerin, die sich ins Gedächtnis gebrannt hatte. Mit "Naken" folgte eine Komödie, die bei den Kritikern komplett durchfiel, anschließend übernahm sie in dem historischen Mehrteiler "Herr von Hancken" die Rolle der Leonora 'Nora' von Hancken. Bei den Dreharbeiten lernte sie ihren Kollegen Johan Widerberg ("Lehrstunden der Liebe") kennen und lieben.

Mit der Jugendbuchverfilmung "The Invisible - Gefangen im Jenseits" (2002) trat sie einmal mehr auch international in Erscheinung. Für ihre Darstellung erhielt sie eine Nominierung für den Guldbagge, den schwedischen Filmpreis, als beste weibliche Schauspielerin. Außerdem verlieh man ihr im gleichen Jahr auf der Berlinale auch den "Shooting Star" als beste schwedische Nachwuchsdarstellerin. Ein Jahr später überzeugte sie in dem Horrorthriller "Mord in der Mittsommernacht" und kehrte für Ulf Malmros' Komödie "Slim Susie", die als eine Mischung aus "Pulp Fiction" und "Trainspotting - Neue Helden" beworben wurde, an den Ort ihrer Kindheit, nach Värmland, zurück. Unter der Regie des bayerischen Filmemachers Matthias X. Oberg spielte sie in "Stratosphere Girl" (2003) - ein Mix aus Mystery, Drama und Comicsequenzen.

2004 übernahm sie in Urs Eggers "Die Rückkehr des Tanzlehrers" der deutsch-österreichischen Verfilmung nach Henning Mankells Kriminalroman ebenso einen Part, wie in Simon Stahos "Dag och natt" an der Seite von Mikael Persbrandt. Außerdem lieh sie Liz, im Original gespielt von Jennifer Love Hewitt, in der schwedischen Version von "Garfield" die Stimme. Darüber hinaus sah man sie in dem dänischen Drama "Familien Gregersen". Das folgende Jahr war ähnlich arbeitsintensiv für die attraktive Schauspielerin. Zunächst sah man sie in "Unge Andersen" als Henriette Wulff - Tuva Novotny war obendrein eine von vier schwedischen H.C. Andersen-Botschaftern im Andersen-Jubiläumsjahr. Anschließend spielte sie in Dan Sváteks Komödie "Blízko nebe" und in Stephen Woolleys britischen Drama "Stoned". Für ihre Darstellung in Henry Meyers "Fyra veckor i juni" sowie in Simon Stahos Drama "Bang Bang Orangutang" (beide 2005) erhielt sie jeweils eine Nominierung für den Guldbagge.

In der neuseeländischen Tragikomödie "No. 2" mimte sie 2006 die dänische Marie, während sie mit "Små mirakel och stora" nach Schweden zurückkehrte. Und auch der historische Mehrteiler "Snapphanar", der in Deutschland unter dem Titel "Der Rebell des Königs" auf DVD erschien, spielt in ihrem Heimatland. 2007 sah man sie in Lasse Spang Olsens "Den sorte Madonna". Anschließend neben Nikolaj Lie Kaas in dem ebenfalls in Dänemark produzierten Thriller "Kandidaten" (2008). Dem deutschen Publikum dürfte sie in "Irene Huss, Kripo Göteborg - Der erste Verdacht" als Sanna Kaegler und in "Der Kommissar und das Meer - An einem einsamen Ort" (beide 2008) als Agneta aufgefallen sein. An der Seite von Sarah Michelle Gellar gab Tuva Novotny 2009 ihr US-Debüt in dem Psychothriller "Possession - Die Angst stirbt nie". Man sah sie in der preisgekrönten schwedisch-dänischen Co-Produktion "Original" und der schwedischen Komödie "Bröllopsfotografen", sowie in Theis Mølstrøm Christensens dänischer Filmkomödie "Simon & Malou" (alle 2009). Eine Vielzahl an dänischen Produktionen, die sich auch in der Wahl ihres Wohnortes niederschlägt: gemeinsam mit ihrem Partner und ihrem Kind wohnt sie, die ihr Privatleben gerne unter Verschluss hält, in Kopenhagen.

Mit Danny Glover stand sie für Othman Karims "För kärleken" (2010), ein Film, der vier verschiedene Einzelschicksale darstellt und diese miteinander verwebt, vor der Kamera. Anschließend sah man sie in Kjell Sundvalls Verwechslungskomödie "Bröderna Karlsson". Mit "Eat, Pray, Love" folgte ihr Hollywood-Debüt. In dem Julia Roberts-Streifen nach der Romanvorlage von Elizabeth Gilberts gleichnamigem Bestseller spielt Tuva Novotny zwar nur eine kleine Rolle, wird aber in ihrer Heimat bereits als neuer Hollywood-Star gefeiert. Obwohl die sympathische Darstellerin auf ausreichend Filmerfahrung verweisen kann und auch international von sich reden machte, waren die Dreharbeiten mit Julia Roberts für sie ein ganz besonders spannendes Erlebnis. In einem Interview erzählte sie, dass es sehr lehrreich für sie war, mit Hollywoodprofis zu drehen. Hinter den US-amerikanischen Schönheiten muss sie sich jedenfalls nicht verstecken, wurde sie doch im Jahr 2000 zur schönsten schwedischen Frau gewählt. Nach ihrem Ausflug über den großen Teich kehrte sie nach Skandinavien zurück und spielte neben Thure Lindhardt, Lars Mikkelsen, Kim Bodnia und Anders W. Berthelsen in Nikolaj Arcels Komödie "Die Wahrheit über Männer" (2010).

Weitere Filme und Serien mit Tuva Novotny: "Berlin 13:12" (Kurzfilm, 1999), "Anja" (Kurzfilm, 2001), "Norrmalmstorg", "Kommer du med mig då" (beide 2003), "I väntan på regn" (Kurzfilm, 2004), "Flyd mine tårer" (Kurzfilm, 2005), "Swimming" (Kurzfilm, 2006), "183 dagar" (TV-Serie, 2009), "Ett tyst barn" (Kurzfilm, 2010), "The Spiral" (TV-Serie, 2012).

Foto: Miso Film


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