1. Zur Person
  2. Im TV-Programm
  3. Filme
  • Starguide

    Wolfgang Stumph

    • * Donnerstag, 31. Januar 1946 in Wünschelberg, Schlesien, heute Polen

    Erfolgreich im Osten wie im Westen: Wolfgang Stumph

    Foto: Nicolas Maack
    ¿T?
    Kabarettist, Fernsehkomiker, Filmschauspieler, Seriendarsteller - seine Tätigkeiten sind vielfältig. Wolfgang Stumph gehört zu den ostdeutschen Künstlern, deren Karriere auch nach der Wende weiterging und die heutzutage zu den gesamtdeutschen Fernsehlieblingen gehören. Zu DDR-Zeiten gehörte Wolfgang Stumph zur ersten Garde der Kabarettisten, zu jenen Wort-Jongleuren, die ihre Botschaft hinter dem gesprochenen Text verstecken konnten. Schon damals war "Stumpi", wie er liebevoll genannt wurde, eine Art Kultfigur, ein Meister der subtilen Veräppelung des real existierenden Sozialismus. Vaterlos wuchs Wolfgang Stumph in Dresden als typisches "Schlüsselkind" der Nachkriegszeit auf.

    Die Mutter ging arbeiten. Nach der Schule und der Lehre als Kesselbauer studierte er in Chemnitz Ingenieurpädagogik. Schon während der Ausbildung entdeckte er seine Liebe und Begabung fürs Kabarett, bildete aber zunächst Ingenieure in der Kunst des Dampfkesselbaus aus. Schließlich wagte er den Sprung in seinen heutigen Hauptberuf: Kabarettist und Schauspieler. Stumph gründete sein eigenes Kabarett "Die Lachkarte" und war langjähriges Mitglied des legendären Dresdner Kabaretts "Herkuleskeule". Im TV trat er zunächst als Sketschpartner (der Beutelgermane!) Gunther Emmerlichs in der DFF-Unterhaltungssendung "Showkolade" (1988) und 1991/1992 in "Nimm Dir Zeit" auf. Berühmt wurde Wolfgang Stumph allerdings erst mit der Rolle des Bitterfelder Trabantreisenden Udo Struutz in Peter Timms Kinokomödie "Go, Trabi, Go" (1991) und in der erfolgreichen Serie "Salto Postale" (1993-1995).

    1995 erhielt er für die Rolle des Wolfgang Stankoweit in "Salto Postale" den Telestar. "Salto Kommunale" (1997) setzte das Erfolgskonzept fort, außerdem spielt Stumph seit 1995 den Kriminalhauptkommissar Wilfried Stubbe in der erfolgreichen Krimiserie "Von Fall zu Fall". Hier tritt er gemeinsam mit seiner Tochter Stephanie auf, die damit in die Fußstapfen ihres berühmten Vaters tritt.

    Mit der Rolle des Henning Stahnke in "Bis zum Horizont und weiter" (1998) erweiterte Stumph sein schauspielerisches Spektrum um das etwas ernstere Fach, ohne dabei seinen liebevoll humoristischen Blick auf die Lebensbefindlichkeiten im heutigen Deutschland zu verlieren. Trotz seiner intensiven TV-Arbeit ist Stumph der Bühne treu geblieben. Mit seinem Kabarett-Programm "Antrak auf Stumphsinn" tourte er 1998 gemeinsam mit seinem Bühnenpartner Gunter Antrak durch Deutschland. Ende Januar 2003 war Wolfgang Stumph in dem Bundestag-Satire-Special "Oskar, der Klomann" zu sehen. Im gleichen Jahr drehte er mit Katja Riemann und Katharina Thalbach die erfolgreiche TV-Komödie "Der Job seines Lebens". Das Sequal "Der Job seines Lebens 2" drehte das Trio dann 2004. Stumph ist seit 1973 mit seiner Frau Christine verheiratet.

    Die "Stubbe"-Fälle mit Wolfgang Stumph: "Stubbe und der Pferdestecher", "Stubbes Urlaub", "Stubbe sieht rot", "Stubbes Hunderttausend", "Stubbes Erbschaft" (alle 1995), "Stubbe und das Kind" (1996), "Stubbe und die Killer", "Stubbe und der Geisterpolizist", "Stubbe taucht ab" (alle 1997), "Stubbe und Elli", "Stubbe und der Tote an Loch Neun", "Stubbe und das fremde Mädchen" (alle 1998), "Kein Tod ist wie der andere", "Die Seherin" (beide 1999), "Blattschuss", "Tod des Models", "Baby-Deal" (alle 2000), "Unschuldsengel", "Havanna Dream" (beide 2001), "Tödlicher Schulweg", "Das vierte Gebot" (beide 2002), "Yesterday", "Opfer im Zwielicht", "Nina", "Auf Liebe und Tod" (alle 2003), "Tödliches Schweigen" (2004), "Schwarze Tulpen", "Harte Kerle" (beide 2005), "Verhängnisvolle Freundschaft", "Schmutzige Geschäfte" (beide 2006), "Bittere Wahrheiten" (2007), "Dritte Liebe", "Auf dünnem Eis" (beide 2008), "Sonnenwende", "In den Nebel", "Gegen den Strom" (alle 2009), "Verräter", "Kassensturz", "Der Stolz der Familie" (beide 2010), "Querschläger", "Begleiterinnen" (beide 2011), "In dieser Nacht" (2012).

    Weitere Filme und Serien mit Wolfgang Stumph: "Ein Fall für TKKG 'Drachenauge'" (1992), "Go Trabi, Go 2" (1992), "Die Geliebte" (Serie, 1997), "Ein Stück vom Glück" (2000), "Ein Sack voller Geld" (2002), "Das blaue Wunder" (2003), "Derrick - Die Pflicht ruft" (2004, nur Stimme), "Das Schwalbennest" (2005), "Dresden", "Eine Liebe in Königsberg", (2006), "Beim nächsten Kind wird alles anders", "Heimweh nach drüben", "Kleinohrhasen" (beide 2007), "Im Meer der Lügen", "Stürmische Zeiten" (beide 2008), "30 Tage Angst", "Salami Aleikum", "Romeo und Jutta" (beide 2009), "Stilles Tal", "Stankowskis Millionen", "Offroad" (alle 2011), "Bankraub für Anfänger" (2012).


Werbung