Agua

KINOSTART: 21.06.2006 • Sportlerdrama • Argentinien (2006) • 89 MINUTEN
Lesermeinung
Originaltitel
Agua
Produktionsdatum
2006
Produktionsland
Argentinien
Laufzeit
89 Minuten
Der 34-jährige Goyo hat sich nach einer gescheiterten Schwimmkarriere in die Wüste zurückgezogen. Seit er bei einem Schwimmmarathon zu Unrecht wegen Doping disqualifiziert wurde, gab er jegliche Bindung an sein früheres Leben auf. Acht Jahre später kehrt er jedoch zurück und beginnt zu trainieren, um noch einmal am argentinischen Schwimmmarathon Santa-Fe-Coronado teilzunehmen und sich zu rehabilitieren. Dabei wird er auf den jungen Chino aufmerksam, einen talentierten Schwimmer, der jedoch nicht genug Selbstvertrauen hat, um erfolgreich zu sein. Goyo beginnt, Chino zu coachen. Beim Santa-Fe-Coronda-Marathon, den Goyo schwimmen will, soll Chino sein Begleitboot fahren. Doch dabei passiert etwas Unerwartetes: Auf einem abgelegenen Streckenabschnitt will Goyo erschöpft aufgeben und fordert Chino auf, ihn für ein Teilstück der Strecke, unbemerkt von den Schiedsrichtern, zu ersetzen. Tatsächlich löst er Chino dann aber nicht mehr ab, so dass dieser die Strecke ganz zu Ende schwimmt. Chino wird zwar disqualifiziert, hat aber durch die Herausforderung zu Selbstvertrauen gefunden. "Agua" ist die Geschichte zweier Männer, die an ihre persönlichen physischen und psychischen Grenzen gehen. Beim Kampf im Wasser müssen sie innere Widerstände überwinden und mit tief sitzenden, verdrängten Ängsten fertig werden. Die argentinische Regisseurin Verónica Chen konzentriert sich in ihrem eigenwilligen Film über die Faszination der körperlichen Extremanstrengung eines Schwimmmarathons ganz auf ihre beiden Hauptfiguren und deren distanzierte Haltung zu ihrer Umwelt und zur Realität allgemein. Durch kunstvolle, beiläufig erscheinende Wechsel in eine subjektive Perspektive wird diese Wahrnehmung besonders in den Schwimmszenen dargestellt, wodurch der Film einen suggestiven Reiz entwickelt. Der Regisseurin gelingt es ohne wuchtige Effekte, die traumwandlerische Erlebnisweise zu vermitteln, die einer Rauscherfahrung gleichkommt. Beim Filmfestival in Locarno 2006, wo "Agua" auch den Preis der Jugendjury bekam, zeichnete die Ökumenische Jury den Film mit ihrem Hauptpreis aus. Verónica Chen, 1969 in Buenos Aires geboren, studierte klassische Literatur und Film, bevor sie nach einer Reihe von Kurzfilmen 2002 mit "Vagón fumador" nach eigenem Drehbuch ihren ersten Spielfilm drehte.
Weitere Darsteller

Neu im kino

Shattered – Gefährliche Affäre
Thriller • 2022
prisma-Redaktion
Guillermo del Toros Pinocchio
Animation • 2022
prisma-Redaktion
"Glass Onion: A Knives Out Mystery"
Komödie • 2022
Einfach mal was Schönes
Komödie • 2022
The Magic Flute – Das Vermächtnis der Zauberflöte
Musik • 2022
prisma-Redaktion
The Menu
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Mrs. Harris und ein Kleid von Dior
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Crimes of the future
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Es ist definitiv einer der Blockbuster des Jahres: Vier Jahre nach "Black Panther" startet das Sequel "Black Panther: Wakanda Forever" in den Kinos.
Black Panther: Wakanda Forever
Abenteuer, Action, Science-Fiction • 2022
prisma-Redaktion
Hui Buh und das Hexenschloss
Komödie • 2022
Wir sind dann wohl die Angehörigen
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Amsterdam
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
See How They Run
Mystery • 2022
prisma-Redaktion
Bros
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Rheingold
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Der Nachname
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Ist Teth-Adam alias Black Adam (Dwayne Johnson, Mitte groß) ein Helfer im Kampf gegen das Böse oder selbst eine Bedrohung?
Black Adam
Action, Fantasy, Science-Fiction • 2022
prisma-Redaktion
Lyle – Mein Freund, das Krokodil
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Halloween Ends
Horror • 2022
"Nicht verrecken" erzählt von den Todesmärschen aus den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Ravensbrück 1945.
Nicht verrecken
Dokumentarfilm
Der Passfälscher
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Rimini
Drama • 2022
prisma-Redaktion
In einem Land, das es nicht mehr gibt
Drama • 2022
prisma-Redaktion
The Woman King
Action • 2022
prisma-Redaktion
Rex Gildo - Der letzte Tanz
Dokumentarfilm • 2022
prisma-Redaktion
Im Westen nichts Neues
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Juan Romero (Elyas M'Barek) lassen seine Zweifel keine Ruhe. Er ist das filmische Pendant zu Juan Moreno und eine der beiden Hauptfiguren in Michael "Bully" Herbigs neuem Film "Tausend Zeilen", der den Fall Relotius satirisch aufarbeitet.
Tausend Zeilen
Drama, Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Mittagsstunde
2022
Don't Worry Darling
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Moonage Daydream
Dokumentarfilm • 2022
prisma-Redaktion

BELIEBTE STARS