"Der erste Tote - das ist schlimm! Darauf ist man nicht vorbereitet!" sagt Andreas Maurer, Panzerfahrer, Altlandeshauptmann von Niederösterreich. Töten war Pflicht für die mehr als eine Million Österreicher im Zweiten Weltkrieg, ob als Bomberpilot oder Artilleriebeobachter anonym aus der Entfernung, oder im Kampf Mann gegen Mann. "Ich wollte ihn nicht töten!" Adolf Peyerl ging mit 15 zur Wehrmacht. Die Männer, die ab 1939 eingezogen wurden, waren mit der als "fünftes Gebot" bekannten katholischen Moralnorm aufgewachsen: Du sollst nicht töten! Während des Krieges, vor allem ab 1941 in den Kämpfen gegen die Rote Armee, verkehrte sich dieser Grundsatz ins Gegenteil: Du musst töten! Die Brutalisierung der Männer war zentrales Ziel der NS-Ideologie. Auf Befehl Hitlers überschritten die Soldaten eine Grenze, unterdrückten die eigene Tötungshemmung, vernichteten, oft unter Einsatz des eigenen Lebens, das Leben anderer millionenfach.
Für die Dokumentation "Du sollst nicht töten" hat Robert Gokl mit Männern gesprochen, die im Zweiten Weltkrieg getötet haben - auf Befehl, aus Fanatismus, aus Hass, aus Angst ums eigene Leben.
Hans Sucher, 87, mit mit einem Veteranen der Roten Armee in Novorossiysk.
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Hans Sucher, 87, bei Dreharbeiten in Novorossiysk, der Hafenstadt am Schwarzen Meer. Er war 18 Jahre alt, als er 1943 hier als Gebirgsjäger schwer verwundet wurde. Denkmäler erinnern bis heute an die verlustreichen Kämpfe um die Stadt, nach 1945 eine der Heldenstädte der Sowjetunion.
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In einem Lazarett der Deutschen Wehrmacht an der Ostfront.
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Ein Kärntner Gebirgsjäger an der Ostfront 1943 im Kuban-Brückenkopf.
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Eine Feldmesse der Deutschen Wehrmacht an der Ostfront.
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