Anne (Sally Hawkins) bereut ihre Entscheidung,
Frederick Wentworths (Rupert Penry-Jones) nicht
geheiratet zu haben

Jane Austens Verführung

KINOSTART: 01.04.2007 • Romanze • Großbritannien (2007) • 93 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Persuasion
Produktionsdatum
2007
Produktionsland
Großbritannien
Laufzeit
93 Minuten
Kamera

Anne Elliots elterliches Anwesen Kellynch Hall wird verkauft, da der Vater und Annes Schwester die Familie durch ihren extravaganten Lebensstil beinahe finanziell ruiniert haben. Das Anwesen wird an Mr. und Mrs. Croft verpachtet, was Anne Grund zur Aufregung gibt: Mrs. Crofts Bruder, Kapitän Frederick Wentworth, hatte vor acht Jahren um Annes Hand angehalten. Doch auf Anraten einer Freundin hatte Anne die Verlobung mit dem mittellosen Offizier gelöst, da dessen finanzielle und gesellschaftliche Situation nicht der Vorstellung von Annes Familie entsprochen hatte. Mittlerweile ist Frederick jedoch ein reicher Mann und begegnet Anne bei einem Besuch in Kellynch Hall wieder. Während Anne merkt, dass sie Frederick immer noch liebt, scheint der Kapitän von Annes einstiger Zurückweisung zutiefst verletzt. Er begibt sich auf Brautschau und wirbt um eine Schwester von Annes Schwager Charles Musgrove. Doch die Verbindung mit Louisa Musgrove wird wieder gelöst, da sich diese für einen anderen Mann entscheidet, was Anne aber nicht weiß. Derweil hat William Elliot, Annes Cousin, Gefallen an seiner Base gefunden und hält um deren Hand an. Anne ist nicht interessiert - aber kann sie darauf hoffen, dass ihr Frederick verzeihen wird?

Nach dem Jane-Austen-Roman "Verführung" aus dem Jahre 1818 inszenierte Regisseur Adrian Shergold diesen in pächtigen Bildern eingefangene Romanze um die große Liebe und über Vergebung mit hervorragender Besetzung. In der Hauptrolle der Anne Elliott liefert Charakterdarstellerin Sally Hawkins einmal mehr den Beweis für ihre schauspielerische Bandbreite, für die sie 2007 mit der Goldenen Nymphe des Fernsehfestivals von Monte Carlo ausgezeichnet wurde. Allerdings hätte das Drehbuch von Simon Burke auf einige Nebenstränge und Personen verzichten können, um die eigentliche Geschichte entsprechend zu verdichten. Und ein wenig stören auch der Einsatz der Handkamera, was nicht zum Stoff passen will, sowie einige Darsteller, die mit starrem Blick geradewegs in die Kamera schauen. So ist dies eine nur teilweise gelungene Jane-Austen-Adaption, die allerdings mit Roger Michells Verführung von 1995 durchaus mithalten kann.

Foto: arte F/Clerkenwell Films/Nick Briggs

Darsteller
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