Eine Million Menschen sahen "Steckerlfischfiasko" (seit August im Kino) in den ersten zwei Wochen – laut Verleih der erfolgreichste Start, den je ein "Eberhoferkrimi" hingelegt hat, und das immerhin 13 Jahre nach Beginn nach Reihe. Zehn Filme sind es inzwischen, und das Publikum kann scheinbar immer noch nicht genug bekommen von den skurrilen Geschichten nach Vorlage der Bücher von Rita Falk. Ließe sich so ein Erfolg vielleicht auch mit einer anderen bayerischen Bestsellerreihe feiern? Heimatkrimis mit Witz und Lokalkolorit gibt es jenseits von Niederkaltenkirchen ja durchaus noch einige mehr – die vom "Kommissar Jennerwein" etwa, der jetzt auch mal den Weg auf die große Leinwand findet.
Natürlich spricht zum Start von "Kommissar Jennerwein – Hochsaison" niemand davon, dass daraus gleich eine zehnteilige Kinoreihe werden soll. Aber möglich wäre es. Immerhin 16 "Alpenkrimis" rund um seinen Kommissar Hubertus Jennerwein hat der bayerische Kabarettist und Autor Jörg Maurer seit 2009 veröffentlicht. Der allererste, "Föhnlage", wurde 2011 sogar schon für den Bayerischen Rundfunk verfilmt (mit Martin Feifel in der Hauptrolle). Als Vorlage für den neuen Kinofilm, bei dem anstelle des BR nun RTL im Hintergrund mitwirkt, dient der zweite Roman "Hochsaison" von 2010. Den Jennerwein gibt diesmal Florian Brückner.
Als vorweihnachtlich-malerische Kulisse dient Garmisch-Partenkirchen, der Geburtsort von Jennerwein-Erfinder Jörg Maurer. Ein Skispringer wird erschossen, augenscheinlich im Flug über die Schanze. Hubertus Jennerwein übernimmt den reichlich kuriosen Fall, der bald immer größere Kreise zieht und bis in die Politik hinein für große Unruhe sorgt. Das Studio wirbt mit "viel schwarzem Humor" für diesen (ersten?) "Jennerwein"-Kinofilm, in dem neben Florian Brückner unter anderem Sarah Thonig, Frederic Linkemann und Helmfried von Lüttichau ("Hubert & Staller") mitwirken. Regie führte Hannu Salonen ("Oktoberfest 1900", "Adams Acht"), beim Drehbuch schrieb unter anderem Florian Brückners Bruder Maximilian mit.