Spätestens seit dem Kinohit "Monsieur Claude und seine Töchter" ist Christian Calvier Spezialist für Komödien, in denen kulturelle Vorurteile und Klischeevorstellungen hemmungslos aufeinanderprallen. Auch in "Oh la la – Wer ahnt denn sowas?" aus dem Jahr 2024 schlägt der französische Leinwandstar in diese Kerbe. Zu sehen ist er dort als Weingutbesitzer, dessen Tochter den Sohn eines Autohändlers heiraten möchte. Beim Kennenlernen der Brautpaareltern sorgt ein von den zukünftigen Eheleuten heimlich in Auftrag gegebener Abstammungstest für turbulente Verwicklungen.
Nach den Enthüllungen des ersten Films hat sich der adelige Snob Frédéric (Christian Clavier) mit seinen indigenen Wurzeln arrangiert. Und auch sein Pendant, der prollige Verkäufer Gérard (Didier Bourdon), findet es gar nicht mehr so schlimm, dass sein Vater Deutscher ist. Trotz großer Unterschiede wollen die beiden Patriarchen die anstehende Hochzeit von Alice (Chloé Coulloud) und François (Julien Pestel) ohne Konflikte über die Bühne bringen.
Überschattet werden die Vorbereitungen zum Fest dann aber von einer schockierenden Nachricht: Die DNA-Tests aus dem Vorgänger sind fehlerhaft! Sowohl Frédéric als auch Gérard scheinen plötzlich gar keine französischen Anteile mehr in ihrem Erbgut zu haben. Beide schlittern daraufhin in eine handfeste Identitätskrise. Gleichzeitig macht das unerwartet Auftauchen von Fréderics türkischem Cousin (ebenfalls verkörpert von Clavier) das Durcheinander perfekt.