Perhan wächst in einer Roma-Siedlung am Stadtrand von Skopje auf. Die Großmutter sorgt für den elternlosen Jungen und seine verkrüppelte Schwester. Als Perhan sich in die gleichaltrige Azra verliebt, heißt es Abschied nehmen von der friedlichen Welt der Kindheit. Azras Mutter ist gegen die Verbindung ihrer Tochter mit dem mittellosen Taugenichts. Statt Hochzeit zu feiern, zieht Perhan daraufhin mit dem Zigeunerbaron Ahmed und seiner Sippe in die Welt hinaus. In Mailand angekommen, muss Perhan erkennen, was hinter dem Reichtum des bewunderten Patriarchen steckt: Ahmed verdient sein Geld mit Kinderprostitution und Bettelei ...

Die internationale Kritik geriet ins Schwärmen angesichts dieses fantastischen, Bild gewaltigen Zigeunerdramas, das fern von jedem Folklore-Kitsch zu einer Liebeserklärung an eine oft verfolgte, inzwischen fast zerstörte Lebenskultur wurde, ohne deren negative Auswüchse zu verschweigen. Emir Kusturicas meisterhaft inszeniertes Liebesdrama gewann 1989 in Cannes den Preis für die beste Regie.

Foto: Winkler Film