In einem fast wie ausgestorbenen wirkenden Dorf in Süditalien hütet eine alter Hirte scheinbar von der Zeit vergessen seine Ziegen. Doch der Alte ist krank und stirbt eines nachts, bewacht von seinen Ziegen. Kurz darauf wird ein Lamm geboren, wächst heran und verliert eines Tages den Anschluss an die Herde. Unter einer großen Tanne sucht es Schutz. Diese Tanne wiederum wird gefällt, um als Maibaum im Dorf zu dienen, ihre Reste werden schließlich vom Köhler zu Holzkohle verarbeitet und geht in Asche auf.

Hat man sich erst einmal an die Langsamkeit der Erzählweise gewöhnt, überrascht das Drama, das ohne Sprache auskommt, mit vielen starken Bildern und durchaus zarten Momenten als Hommage an das Leben und die Vergänglichkeit. Regisseur Michelangelo Frammartino gelangen viele poetische Momente um den ewigen Kreislauf des Lebens zwischen Betulichkeit und Skurrilität, die man in der Art nur selten im Kino zu sehen bekommt.

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